2020 Herbstbrief

Herbstbrief 2020

(Hier gibt es den Herbstbrief zum Download als pdf)

Liebe Imkerkolleginnen und Imkerkollegen,
liebe Kunden und Freunde unserer Zuchtgemeinschaft,
liebe nichtimkernde Weggefährten!

Die letzten Arbeiten und Kontrollen an den Völkern sind erledigt. Noch nie habe ich in meinem Imkerleben so vor Gesundheit strotzende Bienen gesehen. In der Halle liegt nun alles wieder an Ort und Stelle. Endlich Zeit, sich zurückzulehnen und die Saison dankbar Revue passieren zu lassen. Gründe dankbar zu sein haben wir viele: Das Wetter hat keine nennenswerten Kapriolen geschlagen und wir hatten von April bis Anfang Oktober auf allen unseren Bienenständen gute Trachtbedingungen. Unsere Produktionstechnik konnten wir nach all den Jahren weiter optimieren. Konzentriert und professionell sind wir bei der Erledigung der erforderlichen Arbeiten nie zu spät gekommen. Immer das übergeordnete Ziel vor Augen, Ihnen hochwertige Königinnen zur Verfügung zu stellen, die Ihren Ansprüchen gerecht werden.

Die eingangs beschriebene Vitalität der Völker liegt für mich ursächlich darin begründet, dass die Bienen nicht mehr ihre Lebenskraft der Anwesenheit von zu vielen Milben opfern mussten. Die züchterischen Bemühungen haben Erfolg gehabt. Die Bienen scheinen mit den wenigen Milben eine Co-Existenz einzugehen. Im Test verbleiben im Durchschnitt 2-3 Varroen, dieser Befall scheint unterhalb der Schadschwelle zu liegen. Eine Situation, die ich bis vor kurzem niemals für möglich gehalten hätte und die auch uns die an Tierquälerei grenzenden und verhassten Behandlungen weitestgehend erspart.

Der von uns eingeschlagene Weg, von namhaften Züchtern ihre Genetik käuflich zu erwerben, hat sich aus heutiger Sicht als richtig erwiesen. Man möge es mir nachsehen, dass ich in der Nomenklatur dieser Eigenschaften allein schon aus juristischer Sicht äußerst vorsichtig geworden bin. Die verwendeten Begriffe entbehren letztlich einer exakten Zu- und Abgrenzung. Teilweise werden sie unterschiedlich ausgelegt und haben in der Vergangenheit manchmal zu Missverständnissen und Ärger geführt.

An dieser Stelle sei noch einmal ausdrücklich darauf hingewiesen, dass wir für alle in unseren Betrieb eingebrachten Königinnen den von den Züchtern geforderten Preis bezahlt haben. Allein schon deshalb, um damit Respekt und Anerkennung gegenüber ihrer einzigartigen züchterischen Leistung zum Ausdruck zu bringen. Fast alle von ihnen hatten schon sehr früh die Vision von einem milbenfreien Imkern. Für diesen Idealismus und für diese Weitsicht gebührt ihnen Respekt und Anerkennung!

An dieser Stelle möchten Jens und ich uns wie in jedem Jahr für das entgegengebrachte Vertrauen und für die vielen netten Kontakte aufrichtig bedanken. Sie motivieren uns, unser nicht einfaches Geschäft neben unseren Berufen effizient und zu Ihrer Zufriedenheit zu betreiben – Jens ist Gymnasiallehrer und ich bin als Zahnarzt tätig. Seine beiden Kinder Lina und Mika gehen noch zur Schule und unterstützen ihn zunehmend bei der Organisation des Versandes. Sie haben einen siebenten Sinn dafür entwickelt, die wenigen Fehler ihres Vaters augenblicklich zu erkennen. In der Imkerei unterstützt mich Waldemar Wagenleitner seit nunmehr 5 Jahren. Er hat ein feines Händchen für die jungen Königinnen entwickelt und durchdringt jedes Mini-Plus Völkchen mit einer Intuition, die nur zum Teil erlernbar ist. Für uns eine „Perle der Taiga“.
Daneben helfen uns fleißige Jungimker beim Absammeln der Königinnen. Eine Arbeit bei der erfahrungsgemäß nach spätestens drei Stunden die Augen müde werden und um die ich am liebsten einen großen Bogen mache. Andererseits ist es für fast alle von ihnen eine einzigartige Möglichkeit, in einem größeren Stil imkerliche Routine zu entwickeln, für die sie sonst Jahre brauchen würden.

Bei allen unseren genannten und nichtgenannten Mitstreitern möchten Jens und ich uns auf diesem Wege nochmals bedanken. Wir sind inzwischen zu einem „dream team“ zusammengewachsen und hoffen, dass es in dieser Form noch möglichst lange Bestand haben wird. In den Sommermonaten gibt es für uns kaum Wochenendfreizeit; das allein ist für die meisten Menschen undenkbar und macht es nahezu unmöglich, geeignete Mitarbeiter zu finden. Eurem bedingungslosen Einsatz ist es zu verdanken, dass wir in der Saison einen freien Kopf behalten und frei vom Alltagsgeschäft die richtigen Entscheidungen treffen können. Wir hoffen sehr, dass Sie auch in diesem Jahr mit unserem Service zufrieden waren, dass wir die vielen Sonderwünsche nach unseren Kräften berücksichtigen konnten und dass Sie die Königinnen zu dem von Ihnen gewünschten Termin in einem guten Zustand erhalten haben. Anfangs gab es Corona bedingte logistische Probleme, für die wir uns zu entschuldigen haben. Wir konnten sie allerdings nicht beeinflussen. Allein diese logistische Abwicklung ist immer wieder eine Mammutaufgabe. Jens kennt inzwischen wie kaum ein zweiter die Tücken des Versandes mit lebenden Tieren und natürlich viele von Ihnen mitsamt Ihren Wünschen und Bedürfnissen. Sie dürften bemerkt haben, dass wir auch in dieser Hinsicht in diesem Jahr noch besser geworden sind.

Derzeit ist es nicht wie gewohnt möglich unsere Pedigrees in der Zuchtregistratur zu veröffentlichen. Sie sind vorbereitet und wir hoffen, dass dies rechtzeitig vor Beginn der Zuchtsaison 2021 nachgeholt werden kann. Es wäre der Buckfast-Zucht sehr zuträglich, wenn uns dieser einzigartige Fundus an Informationen auch weiterhin zur Verfügung stehen würde.

 Unsere Linien im Jahr 2021:

Drohnenmutter Friedrichskoog:

Unsere Drohnenmutter für die Zuchtsaison 2021, die B 236 (DB), wird demnächst auf der Homepage der Buckfast-Zuchtgemeinschaft Friedrichskoog von Detlev Biel detailliert beschrieben.

leg. 236 (DB) = .17–-V280(NK)mmB66(NK)

An dieser Stelle sei bereits erwähnt, dass die B 236 über die Luxemburger Imker Nico Kalms und Daniel Schuster zu Detlev Biel gekommen ist. Sie stammt ursprünglich aus einem weiteren VSH-Zucht-programm, was ungenannt bleiben möchte. Alle ihre Nachkommen verschiedener Anpaarungen haben den Züchter überzeugt, dass es sich um eine sehr nachtzuchtwürdige Buckfastkönigin handelt. Ihre Brutwaben sind von neutraler Stelle auf Milben analysiert worden. Das Hygieneverhalten wurde mehrmals getestet und liegt bei 86% in 6 Stunden.

Zuchtmütter 2021

Wie in den vergangenen Jahren werden wir von den ca. 35 noch vorhandenen diesjährigen Drohnenvölkern im Frühjahr 4-5 Zuchtmütter ausselektieren und davon umlarven. Darum kann auch zu diesem Zeitpunkt noch keine Pedigree Nr. genannt werden:

?? (BZF) = .19-ivq.B562(PJ) frkg B15(LE)

Von diesen Zuchtmüttern können Sie wie gewohnt standbegattete Wirtschaftsköniginnen, belegstellenbegatte Königinnen und ab Mitte/Ende Juni selektierte Königinnen beziehen. Letztere befinden sich mindestens 3 Wochen in Eiablage, d.h. die Königinnen haben ihre Töchter gesehen.

2019 wurden besamte Königinnen aus der Zucht von Jos Guth/Paul Jungels käuflich erworben. Wir haben uns entschieden, von der Anpaarung B822(PJ) ins V880(PJ) nachzuziehen. Sie hat in diesem Sommer als Ertragsvolk in jeder Hinsicht unseren Erwartungen entsprochen. Das Volk ist bislang mit der Milbe gut zurecht gekommen und brauchte nicht behandelt zu werden. Nach der Trachtsaison wurde es in eine Mini Plus Einheit umlogiert, um dann im Frühjahr unter standardisierten Bedingungen die Milbenanalyse einer Brutwabe vornehmen zu lassen.

 imq B144(FBL) = .19-B822(PJ) ins V880(PJ) 1dr

 Von der B144(FBL) werden wir in 2021 in begrenzten Umfang nachziehen und diese im Friedrichskoog begatteten Königinnen unter der Bezeichnung ”HYG+/Varroa unbehandelte Königin” anbieten.

 Überwinterte Königinnen

Einige Nachzuchten von der B144 haben wir bereits in diesem Jahr mit der B562 von Paul Jungels begatten lassen. Diese Königinnen stehen in unserem Obstgarten und strotzen vor Vitalität. Erst nach der Auswinterung entscheiden wir, wie viele davon zuchtwürdig sind.

.20 –imq. B144(FBL) frkg B 562(PJ)

Der Versand erfolgt Anfang/Mitte Mai 2021, sobald die Temperaturen es erlauben. Gerne können Sie bei Interesse diese jetzt schon per E-Mail bestellen. Wir setzen Sie dann auf die Warteliste und werden sie in der Reihenfolge des Eingangs vorbehaltlich der Verfügbarkeit verschicken. Preislich werden sie bei 229,- liegen.

 Bestellen können Sie ab sofort online in unserem Shop auf unserer Homepage oder mit unserem Bestellformular. Dort finden Sie auch die neuen Preise, die wir unverändert gelassen haben, und die Versandtermine. Erster Versand für Wirtschaftsköniginnen ist am 7. Juni 2021, im Friedrichskoog begattete Königinnen verschicken wir das erste Mal eine Woche später am 14.06.2021. Wir verschicken jeweils montags, innerhalb Deutschlands ausschließlich mit DHL-Express, ins Ausland als Warenpost International, Tracked, priorité oder als DHL-Paket. Beide Verfahren haben sich im letzten Jahr bewährt.

Detaillierte Informationen zur Beschickung unserer Belegstelle erhalten Sie Anfang 2021. Danach sind Voranmeldungen im Rahmen der voraussichtlichen Drohnenverfügbarkeit möglich.

Jens und ich wünschen Ihnen auch in Corona-Zeiten eine besinnliche Adventszeit und einen guten Übergang ins Neue Jahr. Lassen Sie sich, der allgemeinen Stimmung zum Trotz, nicht zu sehr von negativen und düster/ängstlichen Gedanken besetzen. Wie bemerkte MARC AUREL bereits vor 2.000 Jahren: „Mit der Zeit nimmt die Seele die Farbe Deiner Gedanken an“. Auch wenn die Wolken in diesen Tagen manchmal sehr tief zu hängen scheinen, dahinter verbirgt sich immer die Sonne. Im Frühjahr wird sie die Bienen wieder aus ihren Beuten herauslocken und auch unsere Seelen neu beflügeln. An diese Konstante unseres Lebens sollten wir uns immer wieder erinnern. Wir freuen uns auf ein weiteres Jahr gemeinsamen Weges mit Ihnen und den uns anvertrauten Schützlingen.

Ihnen und Ihren Bienen alles Liebe und Gute.

Herzlichst

Ihr Dr. Peter Stöfen

Frühjahrsbrief 2020

 

wie in jedem Jahr möchten wir Sie mit unserem Frühlingsbrief an unseren Aktivitäten teilhaben lassen und einen Ausblick auf die Linien der Zucht-Königinnen und Drohnen, die wir auf der Belegstelle Friedrichskoog in diesem Jahr anpaaren werden, geben.

2020 Frühjahrsbrief

Wir würden uns freuen, wenn Sie dieses Jahr (wieder) mit unseren Buckfastköniginnen imkern wollen. Wie immer können Sie per Bestellformular, im Shop oder als Bestandskunde auch einfach per E-Mail bestellen.

Für Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Bitte bevorzugt per E-Mail, dann bekommen sie in der Regel noch am selben Tag eine Antwort. Über unser Bienentelefon sind wir ab Mai nachmittags wieder erreichbar. Wenn wir mal nicht rangehen, dann bitten wir dafür um Verständnis. Die Arbeit mit den Bienen hat Vorrang und mit einem Handy in der Hand lässt es sich schlecht imkern.

 

2020-Neujahrsbrief

Neujahrsbrief 2020

Liebe Imkerkolleginnen und Imkerkollegen,
liebe Kunden und Freunde unserer Zuchtgemeinschaft,
liebe nichtimkernde Weggefährten!

Im Frühjahrsbrief 2019 hatte ich Ihnen über einen Vortrag von Paul Jungels berichtet. In einem Artikel in der Ausgabe 2/2019 in der Zeitung „Der Buckfastimker“ hat er seine Vorgehensweise, um eine genetisch bedingte Varroaresistenz zu erreichen noch einmal zusammenfassend dargestellt. Darin legt er eindringlich dar, dass Medikamente, qualvolle Säurebehandlungen und betriebstechnische Maßnahmen wie z.B. die totale Brutentnahme oder ähnliches langfristig keine Lösung des Milbenproblems sind.  Diese Einschätzung dürfte inzwischen wohl von den meisten Imkern uneingeschränkt geteilt werden.

Die logische Konsequenz auch für uns daraus: den 2019 eingeschlagenen Weg bezüglich der Zuchtziele fortzusetzen. Alle Kräfte müssen gebündelt werden, um zu einer Biene zu gelangen, welche mit der Milbe fertig wird.

 

Ende letzten Jahres hatte ich Gelegenheit, in unserer Imkerschule Herrn Martin Gabel vom Bieneninstitut Kirchhain zu hören. Er referierte über das deutschlandweite Verbundprojekt SMR-Selektion. Wobei SMR für Suppressed mite reproduction   (gebremste Milbenreproduktion) steht. Es ist aus meiner Sicht ein vielversprechendes Projekt. In dieser Form arbeiten erstmalig zwei deutsche Bieneninstitute bundesweit eng mit Regionalgruppen von Imkerinnen und Imkern zusammen. Im Januar werden wir an einem von Herrn Gabel geleiteten Kurs teilnehmen, um danach Brutwaben auf SMR auszuwerten.

Alle unsere Zuchttiere, sowohl mütterlicher- als auch väterlicherseits, sind mit dem Nadelkissen-Test auf ihr Hygieneverhalten geprüft worden. Dieses Nadelkissen kann bei Lutz Eggert erworben werden. Tiere mit einem Ausräumverhalten nach 24 h von unter 85% werden von der Zucht ausgeschlossen. Dieser Test ist lediglich als eine Basis-Untersuchung zu sehen, eine milbenrelevante Aussagekraft besteht nur sehr bedingt. Die Nachkommen unserer Drohnenmutter B15(LE) mit einem hohen HYG+ Verhalten wiesen jedoch bei einer unabhängigen SMR Untersuchung allesamt Werte von über 62% auf! Das war so nicht zu erwarten und bestätigt im Nachhinein unsere Entscheidung für die B15!

 

Die Beurteilung der Parameter REC (recapping/Anzahl der geöffneten und wiederverschlossenen Zellen), SMR sowie das varroasensitive Hygieneverhalten (VSH) bedingen eine fortlaufende, zellweise Analyse der Brutwaben. Die Gleichung REC plus VSH gleich SMR wird in einigen Veröffentlichungen und Vorträgen verwendet. Wobei in die Begrifflichkeit SMR wahrscheinlich noch zusätzliche Mechanismen einfließen, die noch nicht endgültig geklärt zu sein scheinen.

Diese arbeitsintensive Beurteilung kann derzeit noch nicht von uns geleistet werden. In den Pedigrees unserer Zuchtmütter ist das Verhalten teilweise angegeben und kann dort abgerufen werden. Wir werden bei der Beschreibung unserer Zuchtmütter die Begriffe REC, SMR und VSH in 2020 (noch) nicht verwenden, auch wenn das Auffinden von geöffneten Brutzellen in den meisten Völkern deutlich auftritt. Die Vermehrung von VSH ist additiv. Je mehr Anlagen davon vorhanden sind (diese sind den jeweiligen Pedigrees zu entnehmen) desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Bienenvolk mit der Milbe fertig wird. Garantieren können wir dieses Verhalten allein aus juristischen Gründen nicht!

Im vergangenen Sommer konnte für wenige Tage der Eindruck entstehen, dass wir geprüfte VSH-Königinnen von unserer Belegstelle anbieten. Das traf so natürlich nicht zu. Wir boten lediglich Königinnen an, bei denen die Mütter ein ausgeprägtes VSH und die Drohnenlinien ein ausgeprägtes HYG+ Verhalten zeigten. Die Töchter wurden nicht überprüft. Es bestand nur eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass dieses Verhalten vererbt wurde. Falls ein anderer Eindruck entstanden sein sollte, so bitten wir dieses zu entschuldigen. Auf keinen Fall wollten wir die mühevolle Arbeit aller beteiligten Züchter herabwürdigen.

Für das entgegengebrachte Vertrauen und für die vielen netten Kontakte möchte ich mich in erster Linie im Namen von Jens Steinfeld und unserem gesamten Team aufrichtig bedanken. Wir hoffen sehr, dass Sie mit unserem Service zufrieden waren, dass wir die vielen Sonderwünsche nach unseren Kräften berücksichtigen konnten und dass Sie die Königinnen zu dem von Ihnen gewünschten Termin in einem guten Zustand erhalten haben. Allein diese logistische Abwicklung ist immer wieder eine Mammutaufgabe und ich bin dankbar, in Jens jemanden gefunden zu haben gefunden, der mir den Rücken für das Imkern freihält. Inzwischen kennt er die Tücken des Versandes mit lebenden Tieren detailliert und natürlich viele von Ihnen mitsamt Ihren Wünschen und Bedürfnissen.  Das alles dürften Sie bemerkt haben!

 

Unsere Linien im Jahr 2020:

Drohnenmutter 2020 Friedrichskoog:

B562 (PJ)  =  .19–ivq. B621(PJ) ins B138(PJ)                 

Diese unbegatteten Königinnen wurden von unserer Zuchtgemeinschaft im Sommer käuflich erworben und im Friedrichskoog begattet. Details entnehmen Sie bitte der Website unserer Belegstelle und der Zuchtregistratur.

 

Zuchtmütter 2020

Wie in den vergangenen Jahren werden wir von den ca. 35 noch vorhandenen diesjährigen Drohnenvölkern im Frühjahr 4-5 ausselektieren und davon umlarven. Darum kann auch zu diesem Zeitpunkt noch keine Pedigree Nr. genannt werden:

?? (BZF)  =   .18-imq.B15(LE) frkg B92(DB)

Von diesen Zuchtmüttern können Sie wie gewohnt standbegattete Wirtschaftsköniginnen, belegstellenbegatte Königinnen und ab Mitte/Ende Juni selektierte Königinnen beziehen. Letztere befinden sich mindestens 3 Wochen in Eiablage. Die Königinnen haben ihre Töchter gesehen.

Von Detlev Biel wurde mir eine in im Jahre 2018 auf Leyhörn angepaarte Königin überlassen. Dieses Volk brauchte wie alle anderen diesjährigen Drohnenvölker nicht gegen die Milbe behandelt zu werden. Wir bieten sie unter der Bezeichnung „HYG +/Varroa unbehandelte Königin“ an:

imq. B29(BZF) =  .18- imq.B15(LE) ley B34Vt(LS)

 Überwinterte Königinnen:

Darüber hinaus werden wir einige in Mini-Plus-Beuten überwinterte Königinnen abgeben. Sie sind ebenfalls komplett unbehandelt:

              .19 – ivq.B331(PJ)  frkg B15(LE) :

              .19 – ivq. B353(PJ)  frkg  B15(LE) :

Erst nach der Auswinterung entscheiden wir, wie viele davon zuchtwürdig sind. Der Versand erfolgt erst Anfang/Mitte Mai 2020, wenn die Temperaturen es erlauben. Gerne können Sie bei Interesse diese jetzt schon per E-Mail bestellen. Wir setzen Sie dann auf die Warteliste und werden sie in der Reihenfolge des Eingangs vorbehaltlich der Verfügbarkeit verschicken. Sie kosten 189,- EUR zzgl. Versand und sind ausschließlich per E-Mail zu bestellen. Alle Bestandskunden von uns werden bevorzugt beliefert.

Für unsere Königinnen gilt, dass sie alle klassischen Buckfast-Merkmale aufweisen: Sie bringen Honig, sind schwarmträge und  sanftmütig.  Mit diesen Bienen können sie wie gewohnt wirtschaftlich  imkern und brauchen Ihre Betriebsweise nicht zu ändern.

Bestellen können sie ab sofort wie immer mittels des angehängten Bestellformulars oder über den Shop unserer Homepage. Dort finden Sie auch die neuen Preise und Versandtermine. Bestandskunden, die schon bei uns bestellt haben, könne gerne auch einfach per E-Mail bestellen. Erster Versand für Wirtschaftsköniginnen ist am 8. Juni 2020, für im Friedrichskoog begattete Königinnen beginnen wir mit dem Versand eine Woche später am 15.06.2020. Wir verschicken jeweils montags, innerhalb Deutschlands ausschließlich mit DHL-Express, ins Ausland als Warenpost International, Tracked, priorité. Beide Verfahren haben sich im letzten Jahr bewährt.

Detaillierte Informationen zur Beschickung unserer Belegstelle erhalten Sie Anfang 2020. Danach sind Voranmeldungen im Rahmen der voraussichtlichen Drohnenverfügbarkeit möglich.

Jens und ich hoffen, dass Sie gut in das Neue Jahr gekommen sind. Nachdem wir in den letzten Wochen die Bienen mal ein wenig hinten angestellt haben (und deshalb statt des Herbstbriefes dieser Neujahrsbrief kommt), sind wir jetzt wieder voller Elan und freuen uns darauf, gemeinsam mit Ihnen die Buckfastzucht weiter voran zu bringen.

Ihren Bienen alles Liebe und Gute

Herzlichst

Ihr Peter Stöfen

Download Neujahrsbrief 2020 als pdf hier: 2020 Neujahrsbrief

 

2018 – Herbstbrief

Herbstbrief 2018 

Liebe Imkerkolleginnen und Imkerkollegen, liebe Kunden und Freunde unserer Zuchtgemeinschaft, Liebe nichtimkernden Weggefährten!

Die letzten Arbeiten an den Bienen stehen derzeit noch an. Aber in diesem Jahr habe ich mir fest vorgenommen, den Herbstbrief terminlich wirklich in den Herbst zu legen. Auch deshalb, weil wir erstmalig in 2019 eine Drohnenlinie mit vorgeprüftem Hygieneverhalten auf die Belegstelle Friedrichskoog stellen werden und unsere bisherige Zuchtphilosophie sich in gewisser Weise ändert, bzw. ergänzt wird.  In diesem Zusammenhang wird Ihnen Detlev Biel, der Mitglied der Buckfastzuchtgemeinschaft Friedrichskoog ist, die Begriffe Hygieneverhalten und VSH eingehend erläutern. Daraus sollte ersichtlich werden, was man von diesen Königinnen erwarten und was nicht. Seien Sie gespannt!

Und plötzlich weißt Du:
Es ist Zeit, etwas Neues zu beginnen und dem Zauber des Anfangs zu vertrauen.
Meister Eckhart (1260 – 1327 Mystiker und Provinzial der Dominikaner

Für das entgegengebrachte Vertrauen und für die vielen netten Kontakte möchte ich mich in erster Linie im Namen von Jens Steinfeld und unserem gesamten Team aufrichtig bedanken. Wir hoffen sehr, dass Sie mit unserem Service zufrieden waren, dass wir die vielen Sonderwünsche nach unseren Kräften berücksichtigen konnten und dass Sie die Königinnen zu dem von Ihnen gewünschten Termin in einem guten Zustand erhalten haben. Allein diese logistische Abwicklung ist immer wieder eine Mammutaufgabe und ich bin dankbar, in Jens jemanden gefunden zu haben gefunden, der mir den Rücken für das Imkern frei hält. Inzwischen kennt er die Tücken des Versandes mit lebenden Tieren detailliert und natürlich viele von Ihnen mitsamt Ihren Wünschen und Bedürfnissen. Das alles dürften Sie bemerkt haben! Der ausschließliche Expressversand innerhalb Deutschlands hat sich bewährt. Wir sind nahezu verlustfrei geblieben. Der Versand ins Ausland gestaltete sich in einigen Ländern aufgrund langer Laufzeiten schwierig, doch auch hier hielt sich die Zahl der Totalverluste in überschaubaren Grenzen. Leider transportieren Express-Dienstleister keine Königinnen im Flugzeug, aber wir stehen im engen Kontakt und versuchen, hier eine Lösung zu finden, die den Versand innerhalb der EU erleichtert.

Nachdem wir im Jahr 2017 die Sonne kaum gesehen haben und 1400(!) mm Niederschläge unseren Bienen, uns Imkern, am meisten aber den Landwirten extrem zusetzten, wurde uns in diesem Jahr ein Jahrhundertsommer und in der Folge ein Jahrhundert-herbst geschenkt. Die Fülle an Licht, an kontinental trockener Luft, das damit verbundene Ausbleiben der nassen und deprimierenden Kälte war ein Segen für die Bienen und für die hier lebenden Menschen. Die Wärme sorgte für ein durchgehend gutes Trachtangebot: der Weißklee (Trifolium repens) auf den Deichen und den endlosen Strandasterflächen (Tripolium pannonicum), die sich im Vorland immer weiter ausbreiten.

Die Infrastruktur der Belegstelle Friedrichskoog hat sich in den letzten Jahren weiter erheblich verbessert. Wir können nunmehr über 2 Resthofflächen verfügen, die sich beide durch einen für die Marsch untypischen dichten Baumbewuchs auszeichnen. Dadurch resultiert ein deutlich wärmeres und windgeschütztes Mikroklima als in der Umgebung – wie geschaffen für eine Belegstelle. Selbst während länger anhaltender Schlechtwetterperioden sind die Begattungsergebnisse relativ konstant. Die Begattung scheint unabhängig von Drohnensammelplätzen in unmittelbarer Nähe bzw. direkt auf der Belegstelle zu erfolgen. Unsere Zuchtgemeinschaft bestehend aus Friederike Brondke, Peter Arndt, Detlev Biel und mir, ist auch in diesem Jahr weiter zu einer Einheit mit einem fast familiären Charakter zusammengewachsen. Wir können die vielen anstehenden Arbeiten nur gemeinsam bewältigen. Jeder vertritt den anderen bedingungslos, wenn Not am Mann ist – immer das Ziel vor Augen: eine in Qualität und Quantität optimale Drohnenversorgung zu gewährleisten.

Im Juni war ich mit meiner Partnerin, Friederike Brondke, zu einem Zuchtlehrgang von Lutz Eggert in Jena. Dabei konnten wir Einblick in seine Zuchtarbeit nehmen, insbesondere konnten wir uns seine auf Hygiene selektierten Königinnen genauer anschauen. Bislang war ich der Annahme, dass eine auf VSH und Hygiene selektierte Biene nicht mit unserer Zuchtphilosophie, einer durchgezüchteten typischen Buckfastbiene, in Einklang stehen würde. Diese Annahme erwies sich als falsch! Die uns gezeigten Völker mit einem 100 %igen Hygieneverhalten hatten eindeutigen Buckfastcharakter. Schwestern  und Töchter dieser Königinnen sind in größerem Umfang in kooperierende Imkereien integriert und haben dort ihre Praxistauglichkeit bei weiter bestehendem Hygieneverhalten unter Beweis gestellt.

Dementsprechend wird die Drohnenmutter 2019 in Friedrichskoog die B15(LE) von Lutz Eggert sein. Ich habe sie von ihm zu einem angemessenen Preis erworben, ist doch die Zucht einer solchen Königin mit hohen Kosten verbunden.

Wir haben von der B15 ausreichend Töchter, um im Frühjahr auf Hygiene zu selektieren und nur Völker mit einem Hygieneverhalten von mehr als 85 % auf die Belegstelle zu stellen.

Unseren Linien im Jahr 2019:

Drohnenmutter 2019 :

B15 (LE) =   .16 –GR 65(LE)    mrk     B59 (MKN)

.15.- B103(IC)  ilv mrk     GR53(MKK)

Eine ausführliche Beschreibung (Evaluation) wird im  Frühjahrsbrief 2019 erfolgen.

Zuchtmütter 2019

B???? (BZF) = .17-B92(DB) frkg144(HS)

Wie in den vergangenen Jahren werden wir von den ca. 35 noch vorhandenen diesjährigen Drohnenvölkern im Frühjahr 4-5 selektieren und davon umlarven. Darum kann auch zu diesem Zeitpunkt noch keine Pedigree Nr. genannt werden. An dieser Stelle liegt meine züchterische Arbeit als Vermehrer. Es ist eine durchgezüchtete Biene, die allen Kriterien einer Buckfast-Biene entspricht und in unserem diesjährigen Frühjahrsbrief detailliert beschrieben wurde. Die Namen Detlev Biel und Stefan Holmer sprechen für sich!

Von diesen Zuchtmüttern können Sie wie gewohnt belegstellenbegattete Buckfastköniginnen und selektierte Königinnen bestellen. Zusätzlich liefern wir selbstverständlich auch wieder standbegattete Wirtschaftsköniginnen. Die Preise für die Wirtschaftsköniginnen sind nicht erhöht worden, aufgrund der deutlich gestiegenen Kosten des Belegstellenbetriebes mussten die Preise für die im Friedrichskoog begatteten Königinnen allerdings angehoben werden.

Wie in den letzten Jahren werden wir einige überwinterte diesjährige Töchter  der Linie

B37(BZF) = .16 – B144(HSt) frkg B27(ABg) abgeben. Es war das herausragende Drohnenvolk in 2017 und hat uns auch in 2018 überzeugt. Die Töchter der B37 wurden in diesem Jahr mit der diesjährigen Drohnenlinie B92(DB) angepaart. Der Versand erfolgt frühestens ab Anfang Mai, wenn die Temperaturen es erlauben.

Bitte bestellen Sie bei Interesse schnell. Es sind nur wenige verfügbar.

NEU: „Hygiene sensitive“-Buckfastkönigin

Darüber hinaus werden wir in einem begrenzten Umfang Töchter von Zuchtmüttern mit einem ausgeprägten Hygieneverhalten anbieten. Diese züchterische Arbeit wird parallel zur gewohnten Zucht durchgeführt und von Detlev Biel koordiniert, der im Folgenden die begrifflichen Grundlagen und unsere geplante Vorgehensweise unserer Zuchtgemeinschaft bei der Erstellung von Bienen mit außergewöhnlichem Hygieneverhalten bzw. mit VSH-Eigenschaften beschreiben wird. Im Frühjahr werden wir nach einer genauen Sichtung entscheiden, welche Mutterlinie hierbei zum Einsatz kommt:

Hygieneverhalten contra Varroaverlust

Detlev Biel: „Liebe Imkerkollegen/-innen, so mancher Imker schaut derzeit zu seinen Völkern und betet innerlich, dass seine Bienen den Winter überstehen und nicht den Varroa-Tod sterben! Wir können dieses gut nachvollziehen, obwohl es meistens nicht der direkte Tod durch die Milben ist, sondern unsere Bienen an den Sekundärfolgen der Varroamilben sterben. Aber langsam, betrachten wir erst einmal was passiert, wenn sich Varroamilben im Volk aufhalten:

Grundsätzlich muss man feststellen, dass unsere Völker einer stetigen Gefahr durch Viren und Bakterien ausgesetzt sind. Diese sind vielerorts ubiquitär (vorhanden), manchmal zufällig oder durch benachbarte Völker verstärkt. Auch können sie einen jahreszeitlichen Effekt haben. Man denke nur an die Amerikanische oder Europäische Faulbrut, Kalk-, Stein- oder Sachbrut, Nosema, Ruhr, Amöbenkrankheit. Wobei die Viren mit 18 verschiedenen Typen deutlich hervortreten. Aber alle Viren und Bakterien haben eines gemeinsam, sie müssen in den Körper der Bienen gelangen. Dieses kann über Futter, Amöben, Nosema apis oder Varroa geschehen. In der Biene vermehren sich diese Viren und Bakterien und die erkrankte Biene wird in der Folge zum „Herd“ der weiteren Infektionskette. In der Folge kann dieses Geschehen dann zum Untergang des ganzen Volkes führen.

So hat Dr. Christoph Otten vom Fachzentrum für Bienen und Imkerei in Mayen mit Hilfe des Bienenmonitorings eindeutig festgestellt: Je mehr Milben sich im Volk aufhalten, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit des Völkerverlustes, da die Varroa, wenn sie an der Hämolymphe (dem Bienenblut) saugt, die vorhandenen Viren in die Biene einschleust und für die weitere Verbreitung sorgt. Diese Viren schädigen dann die Völker so stark, dass sie schon oft vor dem Winter u.a. am Flügeldeformations- oder Akuten-Bienen-Paralyse-Virus sterben.

Wenn man diese Feststellung weiterdenkt, kommt man unweigerlich zum Schluss, dass eine deutliche Reduzierung geschädigter Bienen im Volk die Überlebenschancen des Volkes deutlich erhöht! Und genau hier setzen wir an und möchten Ihnen in der Zukunft helfen! Denn unsere Drohnenlinie in 2019 zeichnet sich durch eine besondere Eigenschaft aus. Unsere Drohnenlinie verfügt über ein besonders ausgeprägtes Hygieneverhalten von mindestens 85%. Was bedeutet das? Die Bienen der Drohnenlinie erkennen in mindestens 85% der Fälle, wenn in einer Zelle die Brut erkrankt und/oder abgestorben ist. Dieses Verhalten ist entscheidend, wenn man die weitere Gesundheit eines Bienenvolkes betrachtet. Je früher eine abgestorbene Larve erkannt und ausgeräumt wird, desto unwahrscheinlicher ist es, dass sich die in der toten Larve vorhandenen Viren oder Bakterien weiterentwickeln. So erreichen die Viren nicht mehr das Stadium der Sporenbildung, da sie schon vor dem Umwandlungsprozeß aus dem Volk entfernt wurden.

Dieses Hygieneverhalten sollte ein zentrales Zuchtziel aller weiteren imkerlichen Bemühungen sein. Besonders wenn man die Situation der Amerikanischen Faulbrut mit dem Erreger Eric II sieht, der sich in vielen Gebieten in Deutschland ausbreitet. Er zeigt sich nicht durch eine fadenziehende Masse der abgestorbenen Brut. Wohl aber stirbt die Brut. Wenn Bienen mit einem besonders ausgeprägten Hygieneverhalten große Teile der toten Brut entfernen, bevor sich die Viren weiter verbreiten, dann sollten Ihnen im Idealfall Völkerverluste erspart bleiben. Zusätzlich zeigt die Drohnenlinie 2019 auch, dass die Bienen mit Varroa infizierte Zellen erkennen und diese häufig ausräumen. Wir sehen dieses immer wieder, wenn wir uns die Brutnester ansehen und dabei auf geöffnete Zellen stoßen, aus denen uns Bienen im Stadium der lila Augen anschauen. Also Bienen die noch nicht die Schlupfreife erreicht haben. Die Bienen haben dann die Milben in der Zelle erkannt und die Zelle geöffnet. Dieses Verhalten reicht, damit die Milben in der Zelle sich nicht weiterentwickeln und sie somit nicht geschlechtsreif werden. Teils entfernen die Bienen dann die Brut noch aus der Zelle, dieses ist aber nicht entscheidend. Entscheidend ist das Öffnen der Zelle, da nur in der verdeckelten Zelle die Metamorphose der Milbe abgeschlossen werden kann. Wir freuen uns sehr über dieses Verhalten, welches als VSH-Verhalten beschrieben wird, wollen es aber nur als mögliche Zusatzeigenschaft/Leistung unserer Bienen sehen, denn um es in Zahlen zu bewerten, müssten alle Drohnenvölker zu einem Zeitpunkt mit einer standardisierten Zahl Milben infiziert werden und später müssten dann Brutzellen im großen Stil geöffnet und bewertet werden. Diese Arbeit ist aber bei der großen Anzahl an Drohnenvölkern, welche auf der Belegstelle und im Schutzgürtel stehen, nicht leistbar. Wohl aber ist es uns möglich, das Hygieneverhalten bei allen Drohnenvölkern zu kontrollieren und nur selektierte Völker mit mindestens 85% Hygieneverhalten aufzustellen.

Da dieses Verhalten ein additives Verhalten ist, setzen wir bei den Königinnen, die wir Ihnen als selektierte „Hygiene“-Königinnen anbieten auch nur Königinnen ein, die auf der mütterlichen Seite mindestens 85% Hygieneverhalten zeigen. Für alle anderen Königinnen-Nachzuchten gilt, die Mütter stammen aus unserer langjährigen Buckfastzucht, wurden aber nicht weiter auf das Hygieneverhalten selektiert. Somit kann durch die Anpaarung das Verhalten erworben werden, muss aber nicht.

Wenn Sie unsere Hygiene-Königinnen erwerben, dann haben Sie den Grundstein für eine erfolgreiche Imkerei, die dem beschriebenen Kollaps-Desaster verhindern kann. Es liegt dann an Ihnen, diese Eigenschaften zu erhalten. Setzen Sie zukünftig nur die Königinnen als Zuchtmütter ein, welche das höchste Hygieneverhalten auf Ihrem Stand haben. Schauen Sie, dass auf ihren Ständen möglichst viele Töchter stehen und so die Wahrscheinlichkeit steigt, dass Ihre F1 Nachzuchten auch dieses Verhalten erwerben. Wenn Sie sich dafür entscheiden, dann testen Sie Ihre Völker wie folgt: Suchen Sie 100 Zellen mit verdeckelter Brut, welche kurz vor dem Schlupf steht und stechen durch den Zelldeckel, mit einer sehr dünnen Nadel, und töten so die Brut.

Besser wäre es, ein Stück verdeckelte Brut, welche sie den Völkern entnehmen, einzufrieren und später davon ein definiertes Brutstück zurück in die Völker zu geben. Dann kontrollieren Sie nach 12 und 24 Stunden, wie viele Zellen die Bienen geöffnet und ausgeräumt haben. Dieses setzen sie in Verhältnis zur Anzahl der gegebenen Brutzellen und ermitteln so den Grad des Ausräumverhaltens ihrer Völker. Diesen Test sollten sie im Herbst, Frühjahr und Sommer wiederholen, da das Hygieneverhalten mit der Jahreszeit etwas schwanken kann. Am höchsten ist es im Frühjahr. Wenn Sie dann „Ihre“ Perle gefunden haben, dann lassen Sie sie möglichst wieder mit Drohnen begatten, welche dieses Hygieneverhalten zeigen.“

Wir denken, dieses ist ein praktikabler Weg, den jeder interessierte Imker mitgehen kann. Natürlich steht für Ihre Perlen dann auch unsere Belegstelle zur Verfügung, um die Sicherheit der Anpaarung Ihrer Königinnen zu erhöhen.

Bestellung/Versand

Bestellen können sie ab sofort wie immer online oder per Bestellformular. Dort finden Sie auch die neuen Preise und Versandtermine. Erster Versandtermin für Wirtschaftsköniginnen wird der 11.06.2019 sein, für im Friedrichskoog begattete Zuchtköniginnen beginnen wir mit dem Versand eine Woche später. Bitte stellen Sie Fragen, Bestellungen etc. primär per E-Mail. Am Telefon sind wir während der Saison nur schwer zu erreichen.

Detaillierte Informationen zur Beschickung der Belegstelle Friedrichskoog stellen wir wie üblich Anfang des Jahres auf unserer Homepage zur Verfügung. Danach sind Voranmeldungen im Rahmen der voraussichtlichen Drohnenverfügbarkeit möglich. Leider werden wir wegen zu langer Lieferzeiten und postalischer Unsicherheiten in folgende Länder Königinnen nur noch per Vorkasse und auf Risiko des Käufers schicken: Rumänien, Bulgarien, Griechenland, Spanien und Portugal. Generell verschicken wir ausschließlich innerhalb der Europäischen Union, da wir keinen Einfluss auf die Bearbeitungszeiten beim Zoll nehmen können.

Lassen Sie mich wie immer mit Theodor Storm schließen:

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Und es leuchten Wald und Heide,

Dass man sicher glauben mag,

Hinter allem Winterleide

Lieg` ein ferner Frühlingstag.

 

Rechtzeitig vor jenem fernen Frühlingstag werde ich mich wieder bei Ihnen melden und Ihnen vor allen Dingen über das Hygieneverhalten unserer Drohnenvölker berichten. Bis dahin Ihnen und Ihren Bienen alles Gute und Wohlergehen

Herzlichst Ihr

Ihr Dr. Peter Stöfen