Frühjahrsbrief 2020

 

wie in jedem Jahr möchten wir Sie mit unserem Frühlingsbrief an unseren Aktivitäten teilhaben lassen und einen Ausblick auf die Linien der Zucht-Königinnen und Drohnen, die wir auf der Belegstelle Friedrichskoog in diesem Jahr anpaaren werden, geben.

2020 Frühjahrsbrief

Wir würden uns freuen, wenn Sie dieses Jahr (wieder) mit unseren Buckfastköniginnen imkern wollen. Wie immer können Sie per Bestellformular, im Shop oder als Bestandskunde auch einfach per E-Mail bestellen.

Für Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Bitte bevorzugt per E-Mail, dann bekommen sie in der Regel noch am selben Tag eine Antwort. Über unser Bienentelefon sind wir ab Mai nachmittags wieder erreichbar. Wenn wir mal nicht rangehen, dann bitten wir dafür um Verständnis. Die Arbeit mit den Bienen hat Vorrang und mit einem Handy in der Hand lässt es sich schlecht imkern.

 

2020-Neujahrsbrief

Neujahrsbrief 2020

Liebe Imkerkolleginnen und Imkerkollegen,
liebe Kunden und Freunde unserer Zuchtgemeinschaft,
liebe nichtimkernde Weggefährten!

Im Frühjahrsbrief 2019 hatte ich Ihnen über einen Vortrag von Paul Jungels berichtet. In einem Artikel in der Ausgabe 2/2019 in der Zeitung „Der Buckfastimker“ hat er seine Vorgehensweise, um eine genetisch bedingte Varroaresistenz zu erreichen noch einmal zusammenfassend dargestellt. Darin legt er eindringlich dar, dass Medikamente, qualvolle Säurebehandlungen und betriebstechnische Maßnahmen wie z.B. die totale Brutentnahme oder ähnliches langfristig keine Lösung des Milbenproblems sind.  Diese Einschätzung dürfte inzwischen wohl von den meisten Imkern uneingeschränkt geteilt werden.

Die logische Konsequenz auch für uns daraus: den 2019 eingeschlagenen Weg bezüglich der Zuchtziele fortzusetzen. Alle Kräfte müssen gebündelt werden, um zu einer Biene zu gelangen, welche mit der Milbe fertig wird.

 

Ende letzten Jahres hatte ich Gelegenheit, in unserer Imkerschule Herrn Martin Gabel vom Bieneninstitut Kirchhain zu hören. Er referierte über das deutschlandweite Verbundprojekt SMR-Selektion. Wobei SMR für Suppressed mite reproduction   (gebremste Milbenreproduktion) steht. Es ist aus meiner Sicht ein vielversprechendes Projekt. In dieser Form arbeiten erstmalig zwei deutsche Bieneninstitute bundesweit eng mit Regionalgruppen von Imkerinnen und Imkern zusammen. Im Januar werden wir an einem von Herrn Gabel geleiteten Kurs teilnehmen, um danach Brutwaben auf SMR auszuwerten.

Alle unsere Zuchttiere, sowohl mütterlicher- als auch väterlicherseits, sind mit dem Nadelkissen-Test auf ihr Hygieneverhalten geprüft worden. Dieses Nadelkissen kann bei Lutz Eggert erworben werden. Tiere mit einem Ausräumverhalten nach 24 h von unter 85% werden von der Zucht ausgeschlossen. Dieser Test ist lediglich als eine Basis-Untersuchung zu sehen, eine milbenrelevante Aussagekraft besteht nur sehr bedingt. Die Nachkommen unserer Drohnenmutter B15(LE) mit einem hohen HYG+ Verhalten wiesen jedoch bei einer unabhängigen SMR Untersuchung allesamt Werte von über 62% auf! Das war so nicht zu erwarten und bestätigt im Nachhinein unsere Entscheidung für die B15!

 

Die Beurteilung der Parameter REC (recapping/Anzahl der geöffneten und wiederverschlossenen Zellen), SMR sowie das varroasensitive Hygieneverhalten (VSH) bedingen eine fortlaufende, zellweise Analyse der Brutwaben. Die Gleichung REC plus VSH gleich SMR wird in einigen Veröffentlichungen und Vorträgen verwendet. Wobei in die Begrifflichkeit SMR wahrscheinlich noch zusätzliche Mechanismen einfließen, die noch nicht endgültig geklärt zu sein scheinen.

Diese arbeitsintensive Beurteilung kann derzeit noch nicht von uns geleistet werden. In den Pedigrees unserer Zuchtmütter ist das Verhalten teilweise angegeben und kann dort abgerufen werden. Wir werden bei der Beschreibung unserer Zuchtmütter die Begriffe REC, SMR und VSH in 2020 (noch) nicht verwenden, auch wenn das Auffinden von geöffneten Brutzellen in den meisten Völkern deutlich auftritt. Die Vermehrung von VSH ist additiv. Je mehr Anlagen davon vorhanden sind (diese sind den jeweiligen Pedigrees zu entnehmen) desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Bienenvolk mit der Milbe fertig wird. Garantieren können wir dieses Verhalten allein aus juristischen Gründen nicht!

Im vergangenen Sommer konnte für wenige Tage der Eindruck entstehen, dass wir geprüfte VSH-Königinnen von unserer Belegstelle anbieten. Das traf so natürlich nicht zu. Wir boten lediglich Königinnen an, bei denen die Mütter ein ausgeprägtes VSH und die Drohnenlinien ein ausgeprägtes HYG+ Verhalten zeigten. Die Töchter wurden nicht überprüft. Es bestand nur eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass dieses Verhalten vererbt wurde. Falls ein anderer Eindruck entstanden sein sollte, so bitten wir dieses zu entschuldigen. Auf keinen Fall wollten wir die mühevolle Arbeit aller beteiligten Züchter herabwürdigen.

Für das entgegengebrachte Vertrauen und für die vielen netten Kontakte möchte ich mich in erster Linie im Namen von Jens Steinfeld und unserem gesamten Team aufrichtig bedanken. Wir hoffen sehr, dass Sie mit unserem Service zufrieden waren, dass wir die vielen Sonderwünsche nach unseren Kräften berücksichtigen konnten und dass Sie die Königinnen zu dem von Ihnen gewünschten Termin in einem guten Zustand erhalten haben. Allein diese logistische Abwicklung ist immer wieder eine Mammutaufgabe und ich bin dankbar, in Jens jemanden gefunden zu haben gefunden, der mir den Rücken für das Imkern freihält. Inzwischen kennt er die Tücken des Versandes mit lebenden Tieren detailliert und natürlich viele von Ihnen mitsamt Ihren Wünschen und Bedürfnissen.  Das alles dürften Sie bemerkt haben!

 

Unsere Linien im Jahr 2020:

Drohnenmutter 2020 Friedrichskoog:

B562 (PJ)  =  .19–ivq. B621(PJ) ins B138(PJ)                 

Diese unbegatteten Königinnen wurden von unserer Zuchtgemeinschaft im Sommer käuflich erworben und im Friedrichskoog begattet. Details entnehmen Sie bitte der Website unserer Belegstelle und der Zuchtregistratur.

 

Zuchtmütter 2020

Wie in den vergangenen Jahren werden wir von den ca. 35 noch vorhandenen diesjährigen Drohnenvölkern im Frühjahr 4-5 ausselektieren und davon umlarven. Darum kann auch zu diesem Zeitpunkt noch keine Pedigree Nr. genannt werden:

?? (BZF)  =   .18-imq.B15(LE) frkg B92(DB)

Von diesen Zuchtmüttern können Sie wie gewohnt standbegattete Wirtschaftsköniginnen, belegstellenbegatte Königinnen und ab Mitte/Ende Juni selektierte Königinnen beziehen. Letztere befinden sich mindestens 3 Wochen in Eiablage. Die Königinnen haben ihre Töchter gesehen.

Von Detlev Biel wurde mir eine in im Jahre 2018 auf Leyhörn angepaarte Königin überlassen. Dieses Volk brauchte wie alle anderen diesjährigen Drohnenvölker nicht gegen die Milbe behandelt zu werden. Wir bieten sie unter der Bezeichnung „HYG +/Varroa unbehandelte Königin“ an:

imq. B29(BZF) =  .18- imq.B15(LE) ley B34Vt(LS)

 Überwinterte Königinnen:

Darüber hinaus werden wir einige in Mini-Plus-Beuten überwinterte Königinnen abgeben. Sie sind ebenfalls komplett unbehandelt:

              .19 – ivq.B331(PJ)  frkg B15(LE) :

              .19 – ivq. B353(PJ)  frkg  B15(LE) :

Erst nach der Auswinterung entscheiden wir, wie viele davon zuchtwürdig sind. Der Versand erfolgt erst Anfang/Mitte Mai 2020, wenn die Temperaturen es erlauben. Gerne können Sie bei Interesse diese jetzt schon per E-Mail bestellen. Wir setzen Sie dann auf die Warteliste und werden sie in der Reihenfolge des Eingangs vorbehaltlich der Verfügbarkeit verschicken. Sie kosten 189,- EUR zzgl. Versand und sind ausschließlich per E-Mail zu bestellen. Alle Bestandskunden von uns werden bevorzugt beliefert.

Für unsere Königinnen gilt, dass sie alle klassischen Buckfast-Merkmale aufweisen: Sie bringen Honig, sind schwarmträge und  sanftmütig.  Mit diesen Bienen können sie wie gewohnt wirtschaftlich  imkern und brauchen Ihre Betriebsweise nicht zu ändern.

Bestellen können sie ab sofort wie immer mittels des angehängten Bestellformulars oder über den Shop unserer Homepage. Dort finden Sie auch die neuen Preise und Versandtermine. Bestandskunden, die schon bei uns bestellt haben, könne gerne auch einfach per E-Mail bestellen. Erster Versand für Wirtschaftsköniginnen ist am 8. Juni 2020, für im Friedrichskoog begattete Königinnen beginnen wir mit dem Versand eine Woche später am 15.06.2020. Wir verschicken jeweils montags, innerhalb Deutschlands ausschließlich mit DHL-Express, ins Ausland als Warenpost International, Tracked, priorité. Beide Verfahren haben sich im letzten Jahr bewährt.

Detaillierte Informationen zur Beschickung unserer Belegstelle erhalten Sie Anfang 2020. Danach sind Voranmeldungen im Rahmen der voraussichtlichen Drohnenverfügbarkeit möglich.

Jens und ich hoffen, dass Sie gut in das Neue Jahr gekommen sind. Nachdem wir in den letzten Wochen die Bienen mal ein wenig hinten angestellt haben (und deshalb statt des Herbstbriefes dieser Neujahrsbrief kommt), sind wir jetzt wieder voller Elan und freuen uns darauf, gemeinsam mit Ihnen die Buckfastzucht weiter voran zu bringen.

Ihren Bienen alles Liebe und Gute

Herzlichst

Ihr Peter Stöfen

Download Neujahrsbrief 2020 als pdf hier: 2020 Neujahrsbrief

 

2018 – Herbstbrief

Herbstbrief 2018 

Liebe Imkerkolleginnen und Imkerkollegen, liebe Kunden und Freunde unserer Zuchtgemeinschaft, Liebe nichtimkernden Weggefährten!

Die letzten Arbeiten an den Bienen stehen derzeit noch an. Aber in diesem Jahr habe ich mir fest vorgenommen, den Herbstbrief terminlich wirklich in den Herbst zu legen. Auch deshalb, weil wir erstmalig in 2019 eine Drohnenlinie mit vorgeprüftem Hygieneverhalten auf die Belegstelle Friedrichskoog stellen werden und unsere bisherige Zuchtphilosophie sich in gewisser Weise ändert, bzw. ergänzt wird.  In diesem Zusammenhang wird Ihnen Detlev Biel, der Mitglied der Buckfastzuchtgemeinschaft Friedrichskoog ist, die Begriffe Hygieneverhalten und VSH eingehend erläutern. Daraus sollte ersichtlich werden, was man von diesen Königinnen erwarten und was nicht. Seien Sie gespannt!

Und plötzlich weißt Du:
Es ist Zeit, etwas Neues zu beginnen und dem Zauber des Anfangs zu vertrauen.
Meister Eckhart (1260 – 1327 Mystiker und Provinzial der Dominikaner

Für das entgegengebrachte Vertrauen und für die vielen netten Kontakte möchte ich mich in erster Linie im Namen von Jens Steinfeld und unserem gesamten Team aufrichtig bedanken. Wir hoffen sehr, dass Sie mit unserem Service zufrieden waren, dass wir die vielen Sonderwünsche nach unseren Kräften berücksichtigen konnten und dass Sie die Königinnen zu dem von Ihnen gewünschten Termin in einem guten Zustand erhalten haben. Allein diese logistische Abwicklung ist immer wieder eine Mammutaufgabe und ich bin dankbar, in Jens jemanden gefunden zu haben gefunden, der mir den Rücken für das Imkern frei hält. Inzwischen kennt er die Tücken des Versandes mit lebenden Tieren detailliert und natürlich viele von Ihnen mitsamt Ihren Wünschen und Bedürfnissen. Das alles dürften Sie bemerkt haben! Der ausschließliche Expressversand innerhalb Deutschlands hat sich bewährt. Wir sind nahezu verlustfrei geblieben. Der Versand ins Ausland gestaltete sich in einigen Ländern aufgrund langer Laufzeiten schwierig, doch auch hier hielt sich die Zahl der Totalverluste in überschaubaren Grenzen. Leider transportieren Express-Dienstleister keine Königinnen im Flugzeug, aber wir stehen im engen Kontakt und versuchen, hier eine Lösung zu finden, die den Versand innerhalb der EU erleichtert.

Nachdem wir im Jahr 2017 die Sonne kaum gesehen haben und 1400(!) mm Niederschläge unseren Bienen, uns Imkern, am meisten aber den Landwirten extrem zusetzten, wurde uns in diesem Jahr ein Jahrhundertsommer und in der Folge ein Jahrhundert-herbst geschenkt. Die Fülle an Licht, an kontinental trockener Luft, das damit verbundene Ausbleiben der nassen und deprimierenden Kälte war ein Segen für die Bienen und für die hier lebenden Menschen. Die Wärme sorgte für ein durchgehend gutes Trachtangebot: der Weißklee (Trifolium repens) auf den Deichen und den endlosen Strandasterflächen (Tripolium pannonicum), die sich im Vorland immer weiter ausbreiten.

Die Infrastruktur der Belegstelle Friedrichskoog hat sich in den letzten Jahren weiter erheblich verbessert. Wir können nunmehr über 2 Resthofflächen verfügen, die sich beide durch einen für die Marsch untypischen dichten Baumbewuchs auszeichnen. Dadurch resultiert ein deutlich wärmeres und windgeschütztes Mikroklima als in der Umgebung – wie geschaffen für eine Belegstelle. Selbst während länger anhaltender Schlechtwetterperioden sind die Begattungsergebnisse relativ konstant. Die Begattung scheint unabhängig von Drohnensammelplätzen in unmittelbarer Nähe bzw. direkt auf der Belegstelle zu erfolgen. Unsere Zuchtgemeinschaft bestehend aus Friederike Brondke, Peter Arndt, Detlev Biel und mir, ist auch in diesem Jahr weiter zu einer Einheit mit einem fast familiären Charakter zusammengewachsen. Wir können die vielen anstehenden Arbeiten nur gemeinsam bewältigen. Jeder vertritt den anderen bedingungslos, wenn Not am Mann ist – immer das Ziel vor Augen: eine in Qualität und Quantität optimale Drohnenversorgung zu gewährleisten.

Im Juni war ich mit meiner Partnerin, Friederike Brondke, zu einem Zuchtlehrgang von Lutz Eggert in Jena. Dabei konnten wir Einblick in seine Zuchtarbeit nehmen, insbesondere konnten wir uns seine auf Hygiene selektierten Königinnen genauer anschauen. Bislang war ich der Annahme, dass eine auf VSH und Hygiene selektierte Biene nicht mit unserer Zuchtphilosophie, einer durchgezüchteten typischen Buckfastbiene, in Einklang stehen würde. Diese Annahme erwies sich als falsch! Die uns gezeigten Völker mit einem 100 %igen Hygieneverhalten hatten eindeutigen Buckfastcharakter. Schwestern  und Töchter dieser Königinnen sind in größerem Umfang in kooperierende Imkereien integriert und haben dort ihre Praxistauglichkeit bei weiter bestehendem Hygieneverhalten unter Beweis gestellt.

Dementsprechend wird die Drohnenmutter 2019 in Friedrichskoog die B15(LE) von Lutz Eggert sein. Ich habe sie von ihm zu einem angemessenen Preis erworben, ist doch die Zucht einer solchen Königin mit hohen Kosten verbunden.

Wir haben von der B15 ausreichend Töchter, um im Frühjahr auf Hygiene zu selektieren und nur Völker mit einem Hygieneverhalten von mehr als 85 % auf die Belegstelle zu stellen.

Unseren Linien im Jahr 2019:

Drohnenmutter 2019 :

B15 (LE) =   .16 –GR 65(LE)    mrk     B59 (MKN)

.15.- B103(IC)  ilv mrk     GR53(MKK)

Eine ausführliche Beschreibung (Evaluation) wird im  Frühjahrsbrief 2019 erfolgen.

Zuchtmütter 2019

B???? (BZF) = .17-B92(DB) frkg144(HS)

Wie in den vergangenen Jahren werden wir von den ca. 35 noch vorhandenen diesjährigen Drohnenvölkern im Frühjahr 4-5 selektieren und davon umlarven. Darum kann auch zu diesem Zeitpunkt noch keine Pedigree Nr. genannt werden. An dieser Stelle liegt meine züchterische Arbeit als Vermehrer. Es ist eine durchgezüchtete Biene, die allen Kriterien einer Buckfast-Biene entspricht und in unserem diesjährigen Frühjahrsbrief detailliert beschrieben wurde. Die Namen Detlev Biel und Stefan Holmer sprechen für sich!

Von diesen Zuchtmüttern können Sie wie gewohnt belegstellenbegattete Buckfastköniginnen und selektierte Königinnen bestellen. Zusätzlich liefern wir selbstverständlich auch wieder standbegattete Wirtschaftsköniginnen. Die Preise für die Wirtschaftsköniginnen sind nicht erhöht worden, aufgrund der deutlich gestiegenen Kosten des Belegstellenbetriebes mussten die Preise für die im Friedrichskoog begatteten Königinnen allerdings angehoben werden.

Wie in den letzten Jahren werden wir einige überwinterte diesjährige Töchter  der Linie

B37(BZF) = .16 – B144(HSt) frkg B27(ABg) abgeben. Es war das herausragende Drohnenvolk in 2017 und hat uns auch in 2018 überzeugt. Die Töchter der B37 wurden in diesem Jahr mit der diesjährigen Drohnenlinie B92(DB) angepaart. Der Versand erfolgt frühestens ab Anfang Mai, wenn die Temperaturen es erlauben.

Bitte bestellen Sie bei Interesse schnell. Es sind nur wenige verfügbar.

NEU: „Hygiene sensitive“-Buckfastkönigin

Darüber hinaus werden wir in einem begrenzten Umfang Töchter von Zuchtmüttern mit einem ausgeprägten Hygieneverhalten anbieten. Diese züchterische Arbeit wird parallel zur gewohnten Zucht durchgeführt und von Detlev Biel koordiniert, der im Folgenden die begrifflichen Grundlagen und unsere geplante Vorgehensweise unserer Zuchtgemeinschaft bei der Erstellung von Bienen mit außergewöhnlichem Hygieneverhalten bzw. mit VSH-Eigenschaften beschreiben wird. Im Frühjahr werden wir nach einer genauen Sichtung entscheiden, welche Mutterlinie hierbei zum Einsatz kommt:

Hygieneverhalten contra Varroaverlust

Detlev Biel: „Liebe Imkerkollegen/-innen, so mancher Imker schaut derzeit zu seinen Völkern und betet innerlich, dass seine Bienen den Winter überstehen und nicht den Varroa-Tod sterben! Wir können dieses gut nachvollziehen, obwohl es meistens nicht der direkte Tod durch die Milben ist, sondern unsere Bienen an den Sekundärfolgen der Varroamilben sterben. Aber langsam, betrachten wir erst einmal was passiert, wenn sich Varroamilben im Volk aufhalten:

Grundsätzlich muss man feststellen, dass unsere Völker einer stetigen Gefahr durch Viren und Bakterien ausgesetzt sind. Diese sind vielerorts ubiquitär (vorhanden), manchmal zufällig oder durch benachbarte Völker verstärkt. Auch können sie einen jahreszeitlichen Effekt haben. Man denke nur an die Amerikanische oder Europäische Faulbrut, Kalk-, Stein- oder Sachbrut, Nosema, Ruhr, Amöbenkrankheit. Wobei die Viren mit 18 verschiedenen Typen deutlich hervortreten. Aber alle Viren und Bakterien haben eines gemeinsam, sie müssen in den Körper der Bienen gelangen. Dieses kann über Futter, Amöben, Nosema apis oder Varroa geschehen. In der Biene vermehren sich diese Viren und Bakterien und die erkrankte Biene wird in der Folge zum „Herd“ der weiteren Infektionskette. In der Folge kann dieses Geschehen dann zum Untergang des ganzen Volkes führen.

So hat Dr. Christoph Otten vom Fachzentrum für Bienen und Imkerei in Mayen mit Hilfe des Bienenmonitorings eindeutig festgestellt: Je mehr Milben sich im Volk aufhalten, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit des Völkerverlustes, da die Varroa, wenn sie an der Hämolymphe (dem Bienenblut) saugt, die vorhandenen Viren in die Biene einschleust und für die weitere Verbreitung sorgt. Diese Viren schädigen dann die Völker so stark, dass sie schon oft vor dem Winter u.a. am Flügeldeformations- oder Akuten-Bienen-Paralyse-Virus sterben.

Wenn man diese Feststellung weiterdenkt, kommt man unweigerlich zum Schluss, dass eine deutliche Reduzierung geschädigter Bienen im Volk die Überlebenschancen des Volkes deutlich erhöht! Und genau hier setzen wir an und möchten Ihnen in der Zukunft helfen! Denn unsere Drohnenlinie in 2019 zeichnet sich durch eine besondere Eigenschaft aus. Unsere Drohnenlinie verfügt über ein besonders ausgeprägtes Hygieneverhalten von mindestens 85%. Was bedeutet das? Die Bienen der Drohnenlinie erkennen in mindestens 85% der Fälle, wenn in einer Zelle die Brut erkrankt und/oder abgestorben ist. Dieses Verhalten ist entscheidend, wenn man die weitere Gesundheit eines Bienenvolkes betrachtet. Je früher eine abgestorbene Larve erkannt und ausgeräumt wird, desto unwahrscheinlicher ist es, dass sich die in der toten Larve vorhandenen Viren oder Bakterien weiterentwickeln. So erreichen die Viren nicht mehr das Stadium der Sporenbildung, da sie schon vor dem Umwandlungsprozeß aus dem Volk entfernt wurden.

Dieses Hygieneverhalten sollte ein zentrales Zuchtziel aller weiteren imkerlichen Bemühungen sein. Besonders wenn man die Situation der Amerikanischen Faulbrut mit dem Erreger Eric II sieht, der sich in vielen Gebieten in Deutschland ausbreitet. Er zeigt sich nicht durch eine fadenziehende Masse der abgestorbenen Brut. Wohl aber stirbt die Brut. Wenn Bienen mit einem besonders ausgeprägten Hygieneverhalten große Teile der toten Brut entfernen, bevor sich die Viren weiter verbreiten, dann sollten Ihnen im Idealfall Völkerverluste erspart bleiben. Zusätzlich zeigt die Drohnenlinie 2019 auch, dass die Bienen mit Varroa infizierte Zellen erkennen und diese häufig ausräumen. Wir sehen dieses immer wieder, wenn wir uns die Brutnester ansehen und dabei auf geöffnete Zellen stoßen, aus denen uns Bienen im Stadium der lila Augen anschauen. Also Bienen die noch nicht die Schlupfreife erreicht haben. Die Bienen haben dann die Milben in der Zelle erkannt und die Zelle geöffnet. Dieses Verhalten reicht, damit die Milben in der Zelle sich nicht weiterentwickeln und sie somit nicht geschlechtsreif werden. Teils entfernen die Bienen dann die Brut noch aus der Zelle, dieses ist aber nicht entscheidend. Entscheidend ist das Öffnen der Zelle, da nur in der verdeckelten Zelle die Metamorphose der Milbe abgeschlossen werden kann. Wir freuen uns sehr über dieses Verhalten, welches als VSH-Verhalten beschrieben wird, wollen es aber nur als mögliche Zusatzeigenschaft/Leistung unserer Bienen sehen, denn um es in Zahlen zu bewerten, müssten alle Drohnenvölker zu einem Zeitpunkt mit einer standardisierten Zahl Milben infiziert werden und später müssten dann Brutzellen im großen Stil geöffnet und bewertet werden. Diese Arbeit ist aber bei der großen Anzahl an Drohnenvölkern, welche auf der Belegstelle und im Schutzgürtel stehen, nicht leistbar. Wohl aber ist es uns möglich, das Hygieneverhalten bei allen Drohnenvölkern zu kontrollieren und nur selektierte Völker mit mindestens 85% Hygieneverhalten aufzustellen.

Da dieses Verhalten ein additives Verhalten ist, setzen wir bei den Königinnen, die wir Ihnen als selektierte „Hygiene“-Königinnen anbieten auch nur Königinnen ein, die auf der mütterlichen Seite mindestens 85% Hygieneverhalten zeigen. Für alle anderen Königinnen-Nachzuchten gilt, die Mütter stammen aus unserer langjährigen Buckfastzucht, wurden aber nicht weiter auf das Hygieneverhalten selektiert. Somit kann durch die Anpaarung das Verhalten erworben werden, muss aber nicht.

Wenn Sie unsere Hygiene-Königinnen erwerben, dann haben Sie den Grundstein für eine erfolgreiche Imkerei, die dem beschriebenen Kollaps-Desaster verhindern kann. Es liegt dann an Ihnen, diese Eigenschaften zu erhalten. Setzen Sie zukünftig nur die Königinnen als Zuchtmütter ein, welche das höchste Hygieneverhalten auf Ihrem Stand haben. Schauen Sie, dass auf ihren Ständen möglichst viele Töchter stehen und so die Wahrscheinlichkeit steigt, dass Ihre F1 Nachzuchten auch dieses Verhalten erwerben. Wenn Sie sich dafür entscheiden, dann testen Sie Ihre Völker wie folgt: Suchen Sie 100 Zellen mit verdeckelter Brut, welche kurz vor dem Schlupf steht und stechen durch den Zelldeckel, mit einer sehr dünnen Nadel, und töten so die Brut.

Besser wäre es, ein Stück verdeckelte Brut, welche sie den Völkern entnehmen, einzufrieren und später davon ein definiertes Brutstück zurück in die Völker zu geben. Dann kontrollieren Sie nach 12 und 24 Stunden, wie viele Zellen die Bienen geöffnet und ausgeräumt haben. Dieses setzen sie in Verhältnis zur Anzahl der gegebenen Brutzellen und ermitteln so den Grad des Ausräumverhaltens ihrer Völker. Diesen Test sollten sie im Herbst, Frühjahr und Sommer wiederholen, da das Hygieneverhalten mit der Jahreszeit etwas schwanken kann. Am höchsten ist es im Frühjahr. Wenn Sie dann „Ihre“ Perle gefunden haben, dann lassen Sie sie möglichst wieder mit Drohnen begatten, welche dieses Hygieneverhalten zeigen.“

Wir denken, dieses ist ein praktikabler Weg, den jeder interessierte Imker mitgehen kann. Natürlich steht für Ihre Perlen dann auch unsere Belegstelle zur Verfügung, um die Sicherheit der Anpaarung Ihrer Königinnen zu erhöhen.

Bestellung/Versand

Bestellen können sie ab sofort wie immer online oder per Bestellformular. Dort finden Sie auch die neuen Preise und Versandtermine. Erster Versandtermin für Wirtschaftsköniginnen wird der 11.06.2019 sein, für im Friedrichskoog begattete Zuchtköniginnen beginnen wir mit dem Versand eine Woche später. Bitte stellen Sie Fragen, Bestellungen etc. primär per E-Mail. Am Telefon sind wir während der Saison nur schwer zu erreichen.

Detaillierte Informationen zur Beschickung der Belegstelle Friedrichskoog stellen wir wie üblich Anfang des Jahres auf unserer Homepage zur Verfügung. Danach sind Voranmeldungen im Rahmen der voraussichtlichen Drohnenverfügbarkeit möglich. Leider werden wir wegen zu langer Lieferzeiten und postalischer Unsicherheiten in folgende Länder Königinnen nur noch per Vorkasse und auf Risiko des Käufers schicken: Rumänien, Bulgarien, Griechenland, Spanien und Portugal. Generell verschicken wir ausschließlich innerhalb der Europäischen Union, da wir keinen Einfluss auf die Bearbeitungszeiten beim Zoll nehmen können.

Lassen Sie mich wie immer mit Theodor Storm schließen:

…..

Und es leuchten Wald und Heide,

Dass man sicher glauben mag,

Hinter allem Winterleide

Lieg` ein ferner Frühlingstag.

 

Rechtzeitig vor jenem fernen Frühlingstag werde ich mich wieder bei Ihnen melden und Ihnen vor allen Dingen über das Hygieneverhalten unserer Drohnenvölker berichten. Bis dahin Ihnen und Ihren Bienen alles Gute und Wohlergehen

Herzlichst Ihr

Ihr Dr. Peter Stöfen

2019 – Frühlingsbrief

Frühjahrsbrief 2019

Liebe Imkerkolleginnen und Imkerkollegen,
liebe Kunden und Freunde unserer Zuchtgemeinschaft,
liebe nichtimkernde Weggefährten!

Vor kurzem hatte ich Gelegenheit, auf dem Oberlausitzer Bienentag zwei ausgewiesenen Bienenexperten zuzuhören. Einer von ihnen war der Zoologe Prof. Dr. R. Paxton von der Universität Halle. Seine Forschungsgruppe konzentriert ihre Arbeit auf Viren, vornehmlich auf das die Bienen betreffende Flügeldeformationsvirus (Deformed Wing Virus/DWV) Er stellte heraus, dass in erster Linie dieses Virus in Verbindung mit der Varroamilbe der Grund für die Völkerverluste ist. Dabei ist das DWV Genom B hochgradig krank-heitserregend, andere Viren spielen eine untergeordnete Rolle. Es ist derzeit nicht möglich, diese Viren direkt zu bekämpfen. Es bleibt uns Imkern nur der Weg der indirekten Bekämpfung über die Reduzierung der Milbenpopulation.

Bei der Vorstellung des Projektes: „Varroa-resistente Biene Sachsen“ listete der Referent anfangs die Palette aller zur Verfügung stehenden Maßnahmen der Milbenbekämpfung auf. Alle sind problembehaftet, sei es durch die Belastung der Bienen als auch durch die aufwendige Betriebstechnik. Folgerichtig will man in Sachsen den Weg der Züchtung einer varroaresistenten Biene einschlagen.

Der eigentliche Grund dafür, dass wir die lange Reise quer durch die Republik in die Oberlausitz eingeschlagen haben, bestand darin, um von Paul Jungels über den aktuellen Stand der Varroaresistenz-Züchtung informiert zu werden. In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass er maßgeblich daran beteiligt war, die Buckfast-Biene in Europa „hoffähig“ zu machen. Weiter gilt er als Vorreiter auf dem Gebiet der Resistenzzucht. Er kann Ergebnisse aufweisen, die vor kurzer Zeit noch undenkbar waren.

Im Frühjahr 2013 war ich in Luxemburg und habe damals den Ausführungen des Amerikaners Bob Danka ent- nommen, dass die Chancen für eine praktische Umsetzung sehr gering seien. Mit dieser gedanklichen Konditionierung bin ich damals nach Hause gefahren. Paul Jungels hat diese Information zum Glück anders interpretiert. Ganz nebenbei sei erwähnt, dass er zweimal Gast in meinem Hause war. Er konnte damals kaum glauben, welche züchterischen Möglichkeiten wir allein über die Dichte und Vielzahl sicherer Belegstellen an der Nordsee haben.

Es ist in diesem Zusammenhang nicht möglich, den Inhalt seines Vortrages auf wenige Sätze zu reduzieren. Der Versuch, die Eckpunkte seiner Vorgehensweise herauszustellen, sei dennoch gewagt:

Ein- Drohn-Besamung: Sie verschafft nach seinen Ausführungen Klarheit. Die Eigenschaften eines Volkes mit nur einem Vater können besser und gezielter beurteilt werden. Wegen des relativ geringen Spermagehaltes in der Spermatheka der Königin, können die Völker nur in kleinen Einheiten (Mini Plus) gehalten werden. Diese Arbeitsweise in Kleinvölkchen wurde weiter entwickelt und dahingehend optimiert, dass diese Völkchen überwintert werden können und erst im Folgejahr geprüft werden. Durch die Ein-Drohn-Besamung (SDI) wird die Anzahl erforderlicher Versuche gegenüber einer Befruchtung mit Drohnen unterschiedlicher Herkunft deutlich reduziert.

Den in Minibeuten gehaltenen Völkchen werden 3 hellbraune Waben in die Mitte des Brutnestes gesetzt. Innerhalb von 36 Stunden sind diese einheitlich bestiftet und werden dann mit 120-150 Milben infiziert. 14 oder 24 Tage später wird die Brut ausgezählt. Die verdeckelte Brut wird Zelle um Zelle geöffnet und der Varroabefall erfasst. Erst durch diesen Test können positive VSH (Varroa Sensitive Hygiene) Erbanlagen erfasst werden.

 Die Auslese auf VSH ist deutlich schwieriger als der übliche Hygienetest der verdeckelten Brut. Das Auszählen und Auswerten der Völker kann nur bei einem hohen Varroadruck, also alljährlich gegen Ende der Saison und mit einem hohen Zeitaufwand erfolgen. Auch auf Nachfrage wurde bestätigt, dass Bruthygiene und VSH nur bedingt miteinander korrelieren.

 In unserer Imkerei kann ebensowenig wie in der Buckfastzuchtgemeinschaft Friedrichskoog die oben geschilderte Arbeit von Paul Jungels geleistet werden. Dementsprechend sprechen wir bei unseren Buckfast-Königinnen auch nicht von VSH-Königinnen. Auch wenn die Eltern durch die oben beschriebene Überprüfung VSH-Erbanlagen aufweisen, müssen die Töchter es nicht zwingend haben. Jede andere Behauptung wäre unseriös und gegenüber allen Beteiligten, die sich an der Züchtung von VSH Erbanlagen beteiligen, unfair.

Wir werden dennoch den Hygienetest auch weiterhin durchführen. Gleichzeitig wird zukünftig teilweise von Königinnen nachgezogen, die überprüfte VSH-Eigenschaften besitzen. So ist die diesjährige Drohnenmutter auf der Belegstelle Friedrichskoog im Jahre 2015 letztmalig behandelt worden. Es ist davon auszugehen, dass sie mit der Milbe fertig wird. Wir gehen den Weg: Die Königinnen ohne jegliche Behandlung älter werden zu lassen und den natürlichen Milbenfall auszuwerten.

Gleichzeitig werden wir die bewährten Buckfasteigenschaften im Auge behalten. Diese Biene hat mich über Jahre begleitet. Ich möchte sie nicht missen und ohne sie wäre ich heute wahrscheinlich kein Imker mehr. Möge uns der Spagat gelingen, mit einer Biene zu arbeiten, die hohe Honigerträge bringt, schwarmträge und sanftmütig ist und parallel dazu mit der Milbe fertig wird. Sie wird von uns nicht als VSH Königin deklariert. In dieses hohe Ziel werden wir in den nächsten Jahren alle unsere imkerliche Kraft legen. Wir sind zuversichtlich, dass es uns gelingt.

Unseren Linien im Jahr 2019:

Drohnenmutter (Belegsstelle Friedrichskoog)

B15 (LE) = .16 – GR 65(LE) mrk B59 (MKN)

.15.- B103(IC) ilv mrk GR53(MKK)

Die Beschreibung der B15 erfolgt in Kürze auf der im Aufbau befindlichen Website der Landbelegstelle Friedrichskoog. Sie wird seit nunmehr ca. 1.100 Tagen mit der Milbe fertig und weist allein durch die viermalige Anpaarung auf Belegstellen alle gewünschten Buckfast-Eigenschaften auf. In diesen Tagen haben wir alle unsere potentiellen Drohnen-völker einem Hygiene-Test mit Kältespray unterzogen. Lediglich 3 von 52 Völkern lagen im Ausräumverhalten unter 85 %.

Zuchtmütter 2019

B69 (BZF) = .17-B92(DB) frkg144(HS)

B52 (BZF) = .17-B92(DB) frkg144(HS)

B71 (BZF) = .17-B92(DB) frkg144(HS)

 

Wie in den vergangenen Jahren haben wir von den ca. 35 noch vorhandenen letztjährigen Drohnenvölkern in diesen Tagen 3 selektiert und werden davon umlarven.

Und primär an dieser Stelle liegt meine Arbeit auch als Züchter und als Vermehrer. Es ist eine durchgezüchtete Biene, die allen Kriterien einer Buckfast-Biene entspricht und in unserem Frühjahrsbrief 2018 detailliert beschrieben wurde. Von diesen Zuchtmüttern können Sie wie gewohnt standbegattete Wirtschaftsköniginnen, belegstellenbegatte Königinnen und selektierte Königinnen beziehen. Die Preise für die Wirtschaftsköniginnen konnten wir auf dem Vorjahresniveau belassen. Aufgrund der deutlich gestiegenen Kosten des Belegstellenbetriebes haben wir die Preise für die auf der Belegstelle Friedrichskoog begatteten Königinnen etwas angehoben.

Darüber hinaus werden wir, in einem begrenzten Umfang, Töchter von Zuchtmüttern mit einem ausgeprägten Hygieneverhalten anbieten, welche auch gleichzeitig mit der Milbe fertig werden. Vornehmlich werden es Nachzuchten von Jos und Annette Guth und von Detlev Biel sein, die auf der Belegstelle Friedrichskoog angepaart werden. Die entsprechenden Pedigrees werden wir den jeweiligen Königinnen beifügen. Das große Interesse und die hohe Anzahl an Bestellungen für die Hygiene-Königinnen zeigt, dass viele Imker ähnlich denken und mit uns diesen Weg beschreiten wollen. Diese züchterische Arbeit wird parallel zur gewohnten Zucht durchgeführt. Im Herbst- brief 2018 und auf der im Aufbau befindlichen Webseite der Belegstelle Friedrichskoog (www.buckfast-belegstelle-friedrichskoog.de) werden die begrifflichen Grundlagen und die geplante Vorgehensweise der Zuchtgemeinschaft bei der Erstellung von Bienen mit Hygieneverhalten bzw. mit VSH-Eigenschaften beschrieben.

Bestellen können Sie ab sofort wie immer auf unserer Homepage www.buckfast-zucht.de, die wir in diesen Tagen „nebenbei“ auch noch komplett erneuern, oder mit angehängtem Bestellformular. Dort finden Sie auch die neuen Preise und Versandtermine. Erster Versandtermin für Wirtschaftsköniginnen ist der 11.06.2019, für im Friedrichskoog begattete Königinnen beginnen wir mit dem Versand etwas später. Und bereits mit der Bestellung teilen wir Ihnen das Versanddatum mit, damit Sie entsprechend planen können.

Bewährt hat sich im letzten Jahr, dass wir innerhalb Deutschlands ausschließlich per dhl-Express verschicken. Und auch der Versand ins Ausland mit einem RFID-Responder hat in den meisten Ländern schon ganz gut geklappt. Da die Expresscarrier keine Bienen in ihren Fliegern befördern, haben wir dazu auch keine Alternative. Angesichts der immens hohen Nachfrage empfehlen wir, bei Bedarf zeitnah zu bestellen.

Bitte machen Sie bei Nachfragen primär von der E-Mail Gebrauch. Unsere Belastung steigt jetzt sprunghaft an, so dass wir telefonisch kaum erreichbar sind. Von Mo.-Sa., 17.00 – 19.00 Uhr versuchen wir, für Sie erreichbar zu sein. Auf E-Mails können wir in der Regel aber noch am selben Tag reagieren!

Möge uns ein gutes Bienenjahr beschieden sein, mögen wir eine glückliche imkerliche Hand haben und möge über uns und unseren Bienen ein guter Stern stehen. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen Erfolg und vor allen Dingen persönliche Sinnerfüllung im Umgang mit Ihren Schützlingen.

Herzlichst

Ihr Peter Stöfen

Download Frühlingsbrief 2019 als pdf hier: 2019 Frühjahrsbrief