Saison 2010 - Status 7. Juli
Liebe Kunden,

Derzeit (7.7.2010) sind alle unsere verfügbaren Königinnen verkauft bzw. reserviert. Wer bis zum 6. Juli bestellt hat, wird seine Lieferung wie besprochen in den nächsten Tage bzw. bei selektierten Königinnen ab Mitte Juli zugesandt bekommen.

Aufgrund der immensen Nachfrage wollen wir jedoch noch einmal nachlegen: Gegen ENDE JULI werden wir voraussichtlich wieder belegstellenbegatte und auch Wirtschaftsköniginnen liefern können. Bitte fragen sie ab dem 27. Juli wieder nach.

Liebe Grüße

Ihr Team von der Buckfastzuchtgemeinschaft Friedrichskoog




08.07.2010
Zuchtprogramm 2009
Dieses Jahr arbeiten wir auf unserer Belegstelle Friedrichskoog mit folgender, bewährter, Linie:

Drohnen:
Töchter von (Schwesterngruppe) Belegstelle Friedrichskoog

B59(BZF)= .07-B300(PN)hbpnMG081(PN) : .04-A517(PN)hbpnB107(PN)
.03-A501(PN)insMA171(PN) : .00-A31(PN)hbpnA39(PN)
.99-A3(PN)hbpnMA421(PN)

Mutterlinie:
Das herausragendste Volk des Jahres 2008 auf unserer Belegstelle!

B11(BZF)= .07-B792(PN)frkgB252(PN) : .02-A67(PN)hbpnB383(PN)
.00-A79b(PN) hbpn A39(PN) : .99-A79a(PN)hbpnMA421(PN)
.98-A79(PN) ins B141b(PN)

Bedingungen zur Nutzung unserer Belegstelle finden Sie unter dem Menupunkt "Belegstelle".



10.04.2009
Frühjahrsbrief 2009
(Der Belegstellenbericht 2008 findet sich im Anschluss an diesen Text)

Liebe Freunde und Kunden unserer Belegstelle und Zuchtgemeinschaft!

In der erholsamen Abgeschiedenheit eines dänischen Ferienhauses bietet sich endlich Gelegenheit, das vergangene Bienenjahr zu reflektieren, Gedanken zu sortieren und Ihnen mit etwas Abstand und Muße von unseren Aktivitäten zu berichten. Präsentierten sich unsere Völker Mitte März noch in einer guten Stärke, war die weitere Entwicklung bis zum Raps eher schlecht. Der milde Winter mit Januartemperaturen um 14°C hatte für einen frühen Bruteinschlag gesorgt, was sich daraus entwickelt wissen wir alle.

Parallel dazu blühte der Raps bereits am 25. April und insbesondere unsere Wirtschaftsvölker in den großen Brutraumzargen (1,5 DNM) gefielen mir überhaupt nicht. An eine nennenswerte Rapshonigernte war Anfang Mai eigentlich nicht mehr zu denken. Doch die Rettung kam über Nacht in Form von 5 gestandenen bayrischen Imkern – genauer gesagt von Franken und Oberpfälzern – die uns vorab erst einmal darüber aufklärten, dass sie keine Bayern seien!? Was soll man als „Preiss“ da noch glauben?

Eigentlich wollten wir ihnen die Wirtschaftsvölker geflissentlich vorenthalten, mein Freund Manfred Stührk und ich besannen uns dann doch eines besseren. Ursprünglich hatten wir ja gar nicht mehr mit einem großen Maß imkern wollen, aber da die ganze Buckfast-Szene mit dem ähnlichen DADANT-Maß imkert, meinten wir es auch zu müssen. Kleinlaut mussten wir zugeben, dass wir mit diesen „Dingern“ nicht richtig zurechtkommen und im Gegensatz zu unseren eng gehaltenen Völkern auf einer DNM-Zarge immer deutlich weniger Rapshonig ernteten. „So bekommt ihr keinen Honig“, waren sich alle fünf einig und „ob wir auch ein Schied hätten?“
Ein Schied? Ja natürlich, aber die hatten schon ihren Platz in der Abteilung Fehlinvestitionen bekommen und mussten erst reaktiviert werden. Wir verengten so den Brutraum und von den 12 Rähmchen blieben je nach Volksstärke zwischen 6 und 8 bebrütete Rähmchen übrig. Absperrgitter und Honigraum aufgesetzt und 4 Wochen später waren zu unserem Erstaunen doch noch 2-3 Honigräume gefüllt. Statt sich nur um den Nachwuchs zu kümmern, hatten sich unsere Kleinen auf das für uns Wesentliche konzentriert und tüchtig den Nektar ausschließlich in die oberen Honigzargen geschleppt. Das Brutraum-Management mittels des Schiedes ist aus unserer heutigen Sicht das zentrale Instrument unserer künftigen Betriebsweise, das wir in Zukunft noch weiter optimieren werden. Ein Lob dieser fränkisch/oberpfälzischen Entwicklungshilfe für die Buckfast-Diaspora Schleswig-Holstein. In bemerkenswert fundierter Kenntnis der niederdeutschen Sprache hörte sich das dann so an: „Dat Schied is keen Schiet!" Sie können sich sicherlich vorstellen, wie originell sich das dann auch noch auf bayrisch anhörte. Leider wird diese Betriebsweise mit der konsequenten Einengung des Brutraumes in der mir zugänglichen imkerlichen Literatur nirgendwo erwähnt und scheint zumindest an den Instituten nicht bekannt zu sein. Wir können jedoch bereits jetzt die Erfahrungen und Beobachtungen unserer bayrischen Imkerkollegen bestätigen, dass diese Bienen vitaler und schwarmträger sind. Letztere Mutmaßung war im letzten Jahr natürlich nur von begrenzter Aussagekraft. Vielleicht kann ich Ihnen im nächsten Jahr mehr über das „Warum und Weshalb“ dieses Phänomens berichten. Bis dahin müssen wir es mit Einstein halten: „Man braucht die Welt nicht zu verstehen, man muss sich nur darin zurechtfinden."

Leider bescherte uns der milde Winter im Ahorn eine Läusepopulation in einem noch nie da gewesenen Ausmaß. Wenn man es positiv betrachtet, ergibt sich so vielleicht langfristig eine neue Trachtquelle. Andererseits fühlten sich einige Kleingärtner berufen, die Sache mit Metasystox in „geordnete Bahnen“ zu lenken. Unsere in Ortsnä-he stehenden Vermehrungsbienen haben dadurch erheblich gelitten, so dass uns erst wieder Ende Juni ausreichend Bienen für die Pfleger und Begat-tungskästen zur Verfügung standen. Mir blieb nichts anderes übrig, als dieses Ereignis mit dem Trost Theodor Storms hinzunehmen: „Vom Unglück ziehe ab die Schuld, was übrig bleibt trag in Geduld.“

Und endlich, bezeichnenderweise im Jahr der Frau in der Imkerei, wurde unsere Imkerei durch eine außerordentlich tüchtige Mitarbeiterin bereichert, die als Bauerntochter ursprünglich den elterlichen Milchviehbetrieb betreiben wollte und von Haus aus über ein gleichermaßen feines Gefühl für Tiere und Technik verfügt. Nicht zuletzt durch sie konnten wir in unserer Imkerei die Grundsätze der Benediktinermönche: Ordnung, Klarheit, Stille und Sauberkeit noch weiter umsetzen. In all den Jahren mit männlichen Aushilfen war das manchmal et-was schwieriger gewesen.

Und vor allem kann ich mich dadurch voll und ganz meiner eigentlichen Passion, der Zucht, widmen. Ob Frauen nun gleich per se die besseren Imker sind, das wäre vielleicht etwas zu dick aufgetragen, auf alle Fälle sind einige typisch weibliche Attribute in der Betreuung der Bienen und im gesamten Arbeitsablauf von unschätzbarem Vorteil.

Nach den doch etwas schwierigeren Zeiten während des Rapses, ging dann glücklicherweise doch noch alles seinen gewohnten Gang. Wir hatten seit vielen Jahren endlich mal wieder eine exzellente Sommertracht – was bei uns in Dithmarschen nicht die Regel ist – und bekamen auch noch genügend gute Königinnen.

Im Frühjahr durften Manfred Stührk und ich uns bei Horst Preissl als Lohn dafür, dass wir mit der Reparatur seiner Heupresse begonnen hatten, die beste Königin aus der Serie 300(PN) x 081(PN) aussuchen. Davon haben wir ausgiebig nachgezogen, so dass wir im nächsten Jahr aus einer wesentlich größeren Zahl von Töchtern selektieren können. Die Nachkommenschaft ist ausgesprochen sanftmütig, und wir hoffen, damit dem Wunsch unserer Kunden noch besser entsprechen zu können.

Neben dieser Erhaltungszucht haben wir erstmalig neuseeländische Ligustica-Linien zur Belegstelle gebracht. Das Brutbild und die Sanftmütigkeit suchen ihresgleichen, davon allein gelangt allerdings noch kein Honig nach oben. Es wird sich zeigen, ob sie ähnlich einem Hollywoodstar seinen Betrachter lediglich mit Äußerlichkeiten blendet oder ob da mehr dahinter steckt. Wir sind sehr gespannt. Ich habe mich sowohl mit Paul Jungels als auch mit Horst Preissl darüber unterhalten, beide hatten lediglich ein Achselzucken übrig: „Auch Du wirst es sehen, es ist nur eine amerikanische Softbiene und eine solche hat bei uns nichts verloren.“ Vielleicht irren sie sich ja auch einmal?

Darüber hinaus haben wir von unseren bewährten Linien 483 (PN) und 501(PN) noch einmal nachgezogen und werden es auch 2009 wiederholen, sofern sie gut überwintern. Wir halten es für vorteilhafter, uns auf wenige Linien zu konzentrieren, denn eine große Zahl von Töchtern ist einfach besser zu beurteilen. Soweit unsere Planungen für 2009. Ein Segen des Internets und unserer Website ist der zunehmende Kontakt zu ausländischen Berufsimkern. So besuchte uns kürzlich Hanno Houtrouw aus der Nähe von Sacramento in Kalifornien. Er ist in der Nähe von Hamburg aufgewachsen, eine Sprachbarriere war nicht vorhanden und wir hatten das Glück, an einem langen Kaminabend die gänzlich andere amerikanische Bienenhaltung detailliert kennen lernen zu dürfen. Andererseits dürften wir ihm auch einige interessante Aspekte unseres Imkerns mit auf den Weg gegeben haben. Die nächsten Tage hat Hardy Rasmussen aus Esbjerg in Dänemark seinen Besuch angekündigt. Er betreibt mit seinen 400 Völkern in erster Linie eine Heideimkerei auf der Insel Fanö. Auch auf seinen Besuch freuen wir uns, zumal wir neuerdings mit einigen Völkern auch in die Heide wandern – wir werden uns mit Sicherheit gegenseitig bereichern.

An dieser Stelle möchte ich unseren Verbands-funktionären, den Herren Hederer und Maske, für ihren Mut danken, in ihrem Schreiben an die neue Landwirtschaftsministerin Frau Aigner schonungslos, aber in einem sachlich offenen Stil auf die Situation der Imkerei in Deutschland hinzuweisen. Günter Behrens sprach angesichts dieser aus unserer Sicht überfälligen Darstellung von einem deutschen Imkerfrühling analog dem tschechischen Frühling. Für jeden Imker sollte dieser Brief zur Pflichtlektüre gehören, da mir auch jenseits der Insektizidproblematik eindringlich klar geworden ist, wie Politiker mit Minderheiten wie der Unsrigen „umspringen“ können. Möge den beiden viel Kraft beschieden sein, die zum Teil doch sehr emotionsbeladenen Anfeindungen durchzustehen und unsere Argumente auch weiterhin mit Nachdruck und Beharrlichkeit zu vertreten. Als Landwirt weiß ich wovon ich spreche, denn gerade die im positiven Sinne konservativen und bodenständigen Landwirte machen sich derzeit in einer Art vorauseilendem Gehorsam zum bedingungslosen und unkritischen Fürsprecher der chemischen In-dustrie. Die Reaktion des Bauernverbandes spricht eine deutliche Sprache und ich werde in meinem Buch im Kapitel Imkerei und Landwirtschaft meinen Unmut und meine fast ohnmächtige Betrof-fenheit über diese Dinge zum Ausdruck bringen.

Nun hoffe ich abschließend, dass Sie Ihre Bienen gut in den Winter geschickt haben. Milben gibt es leider genug, noch können Sie Ihnen mit wirksamen Mitteln zu Leibe rücken. Zum Glück werden wir wohl zukünftig dank wirksamer Thymolpräparate weniger auf organische Säuren angewiesen sein - auch für uns Imker ein gesundheitlicher Segen.

Genießen Sie den Winter und die bienenfreie Zeit.
Ihr
Imkermeister Dr. Peter Stöfen




01.02.2009
Belegstellenbericht 2008
Buckfast-Zuchtgemeinschaft Friedrichskoog
Belegstellenbericht 2008
Dr. Peter Stöfen, Imkermeister

Auch das zurückliegende Bienenjahr hatte es bei uns an der Küste in sich. Man stellt sich angesichts der Wetterkapriolen zunehmend die Frage, was eigentlich noch normal ist. Dieses Mal war es statt der Milben der milde Winter, der unsere Bienen offensichtlich aus ihrem gewohnten Rhythmus gebracht hat. Aber vielleicht sind es gerade die sich ständig ändernden Bedingungen, welche das Imkern so faszinierend und anspruchsvoll machen. Veränderungen sind anscheinend nicht allein Zeichen unserer Zeit, denn Friedrich Engels bemerkte bereits: „Das einzig Beständige ist der Wandel“, wobei er aller Wahrscheinlichkeit nach aber nicht an uns Imker gedacht haben dürfte.

30 unserer Ertragsvölker, bei denen grundsätzlich keinerlei schwarmverhindernde Maßnahmen wie Schröpfen, Ablegerbildung etc. durchgeführt werden, waren im Herbst 2007 mit Töchtern der Königin B 792(PN) beweiselt worden. Allen wurde Anfang April eine im Herbst ausgebaute unbebrütete Drohnenwabe ins Brutnest gehängt und bei dieser Gelegenheit mit verdünntem Honig gereizt. Ende April wurden davon die besten 20 Völker zur Belegstelle im Friedrichskoog gebracht. Trotz einer etwas schleppenden Frühjahrsentwicklung standen uns um den 20. Mai ausreichend vitale und fruchtbare Drohnen zur Verfügung, so dass die ersten Begattungseinheiten wie beabsichtigt relativ früh zur Belegstelle gebracht werden konnten.

Um die Drohnen nicht der Stechlust und dem Liebes- und Nahrungsentzug älterer Damen auszusetzen, verzichten wir auf der Belegstelle zum Ende der Rapsblüte bewusst auf das Absperrgitter. In Schlechtwetterperioden können sie sich dann in den Honigraum zurückziehen und sich hier der besonderen Fürsorge ihrer jüngeren Schwestern erfreuen, die männlichen Wesen in den besten Jahren offensichtlich mehr Hochachtung zollen.

Vermehrte Fürsorge genießen die Drohnen auch in weisellosen Völkern, aus diesem Grund erstellen wir nach dem Raps von den besten Völkern kleine Königinnenableger und entfernen diese von der Belegstelle. Die entweiselten Völker haben in der Regel nach 4 Wochen eine sich in Eiablage befindende neue Königin, die wegen des hohen Inzuchtgrades nicht immer zu Spitzenleistungen fähig ist. An Futterteig darf nach dem Raps in Ermangelung einer Tracht nicht gespart werden, unsere Drohnen würden es uns verübeln.

Auch in diesem Jahr haben wir versucht, das Gros der benötigten Königinnen bis Ende Juni begatten zu lassen. Die späten Königinnen haben uns nie so überzeugt, wie die auf dem Höhepunkt der Volksentwicklung produzierten – wahrscheinlich haben die Drohnen danach den Zenit ihrer Manneskraft überschritten.

Bereits im letzten Jahr hatten wir den Futterteig für die Begattungskästen nach einem Rezept von Horst Preissl selbst hergestellt. Wir glauben, dass sich dieser Aufwand gelohnt hat; dass Honig, Vitamin C und Hefe, mit dem der Staubzucker versetzt wird, den jungen Königinnen nur gut tun können. Was wir auch in diesem Jahr als sehr beruhigend empfunden haben war, dass durch die Hefe ein Austrocknen des Teigs praktisch nicht mehr möglich ist.

Erstmalig haben wir auch kleinere Begattungskästen verwendet. Gab es anfänglich Probleme mit den Kunststoff-Anfangsstreifen, haben sie letztlich unsere Belegstellenarbeit wesentlich erleichtert. Wir möchten sie heute nicht mehr missen.

Wie in den meisten Zuchtbetrieben üblich, wird die gesamte Zucht ausschließlich in einer separat geführten Vermehrungsabteilung durchgeführt. Man würde sich eines Großteils der Selektionsmöglichkeiten berauben, wenn man aus den Wirtschaftsvölkern das erforderliche Bienenfleisch für die Erstellung von Pflegern, für die Befüllung der Begattungskästen, für die Ableger etc. entnehmen würde.
Unsere eigenen Königinnen gingen fast konstant, wie in den letzten Jahren zu, 81% in Eiablage. Zu unserem Erstaunen auch relativ gleichmäßig während aller Serien, unabhängig von den jeweiligen Wetterbedingungen. Zwei unserer Fremdbeschicker, beides erfahrene Imker, konnten sich über ein Begattungsergebnis von 100% freuen.

Für das nächste Jahr stehen uns genügend Töchter unserer Königin B 59( BZF) als Drohnenvölker zur Verfügung. Mein Imkerkollege und Mitbetreiber der Belegstelle, Manfred Stührk, hat im Frühjahr versucht, die Strohpresse von Horst Preissl und Johannes Neuburger zu reparieren – leider bislang ohne Erfolg – trotzdem durften wir uns für diesen Versuch diese wunderbare Königin aussuchen. Nun muss (!) die 40 Jahre alte Presse im nächsten Sommer wieder funktionieren. Nachstehend die genaue Abstammung:

B 59(BZF) = 07 - B300(PN) hbpn MG081(PN) etc…

Ein Teil der potentiellen Drohnenvölker steht bei Sven Ledowski in der Region Flensburg. Er hat seine Königinnen auf einer anderen Belegstelle begatten lassen und wir sind gespannt darauf, wie sich die unterschiedlichen Anpaarungen auswirken. Manfred Stührk und ich sind froh und dankbar. mit ihm einen erfahrenen, leidenschaftlichen Vollblutimker als Mitstreiter für unsere Belegstelle gefunden zu haben. Wir sind sicher, gemeinsam mit Sven noch besser zu werden.

Ich wünsche Ihnen ein gutes und ertragreiches 2009.

Imkermeister Dr. Peter Stöfen



01.02.2009
Jetzt bestellen - und mit Sicherheit eine Königin bekommen
Liebe Imkerkollegen,

trotz Schnee und tiefen Temperaturen bereiten wir genauso wie Sie auch die neue Saison vor. Bereits jetzt erreichen uns zahlreiche Bestellungen und wir möchten auch Ihnen empfehlen, in diesem Jahr möglichst frühzeitig zu bestellen, damit wir genügend Königinnen einplanen können.

Stärken Sie ihre Völker und setzen Sie auf unsere bewährten, leistungsstraken und dabei doch sanftmütigen Königinnen!

Mit freundlichen Grüßen, Jens Steinfeld, Marketing



01.02.2009
Frühjahrsbrief 2008
Liebe Freunde und Kunden unserer Belegstelle und Zuchtgemeinschaft!

Gerade bin ich von der alljährlichen klösterlichen Aus-zeit im Kreise der Benediktinermönche zurückgekehrt und wollte mir eigentlich noch eine bienenfreie Zeit gönnen, doch die fortgeschrittene Vegetation lässt uns wohl allen nicht mehr lange Ruhe.

Klarheit, Ordnung, Stille – die Grundwerte der Benedik-tiner haben mich auch in diesem Jahr tief und nachhaltig erreicht. Wo kann man besser als im Kloster innere Ein-kehr finden und ein hohes Maß an Einklang mit sich selbst erreichen. Möge sich diese Seelenhaltung auch auf die Bienen übertragen und mögen sie ihrerseits dazu bei-tragen, diesen Zustand möglichst lange zu erhalten.

Die ersten warmen Sonnenstrahlen haben mich – etwas entgegen imkerlicher Vernunft – die Völker kontrollieren lassen. Kein Volk ist den Varroa-Tod gestorben, darüber freue ich mich in stiller Dankbarkeit. Der Anblick lebloser Bienenmassen ist mir wohl bekannt und steckt mir auch Jahre später immer noch in den Gliedern. Ich hoffe, dass auch Ihre Völker genauso gut über den Winter gekommen sind wie unsere Bienen! Und ich hoffe, dass Sie mit viel Schwung, Kraft und Vorfreude auf die Bienen in die neue Saison starten können.

Traditionell zum Frühjahrsbeginn möchte ich
Ihnen von unseren Aktivitäten berichten:

Online Shop:
Der Umbau unseres Shops ist abgeschlossen und die erfreuliche Zunahme an Bestellungen aus aller Welt hat uns darin bestätigt, hier etwas mehr zu investieren und unseren Service für Sie auszubauen. Vor allem die Nach-frage unserer osteuropäischen Nachbarn ist groß. Aber auch Berufsimker aus den Niederlanden, Dänemark und sogar Israel vertrauen uns mittlerweile und betreiben ihre Imkerei mit unseren Königinnen.
Unter www.buckfast-zucht.de finden Sie umfassende, aktuelle Informationen über unsere Imkerei, unsere Linien und Methoden.

Erfolgreiche Überwinterung
Ohne eine erfolgreiche und zugleich schonende (auch für den Imker!) Varroa–Behandlung lässt sich heute keine Imkerei erfolgreich und wirtschaftlich betreiben. Sie ist die zentrale imkerliche Maßnahme geworden und wird offenkundig immer noch unterschätzt. Alle anderen diskutierten Ursachen des Völkersterbens treten unserer Meinung nach in den Hintergrund.

Ab einem gewissen Milbenbefall sind alle anderen „gut gemeinten“ Einflussnahmen zum Scheitern verurteilt. Und selbst die fruchtbarste und vitalste Königin kann ein Volk nicht vor dem Niedergang bewahren. Hiobsbotschaften aus der näheren Umgebung und die enorme Nachfrage nach Ablegern belegen, dass eine alleinige Behandlung mit organischen Säuren problembehaftet ist.

Wie haben wir es gemacht?
Im Gegensatz zur Meinung fast aller Institute stehen wir einer Säurebehandlung nach wie vor kritisch gegenüber. Selbst wenn die Königin die Behandlung überlebt, nimmt sie Schaden. Übrigens genau wie der Imker, wenn er nicht konsequent mit einer Gasmaske und wei-terer Schutzkleidung arbeitet. Dies gilt vor allem für die winterliche Restentmilbung mit Oxalsäure.
Wir haben Ende Juli lediglich eine Ameisensäurenbe-handlung als Stoßbehandlung durchgeführt, und dann bis Mitte Oktober mit kristallinem Thymol weiterbehandelt. Auch uns fällt es schwer, synthetische Substan-zen einzusetzen. Derzeit kann und will ich nicht auf Perizin in den brutfreien Völkern verzichten. Insbesondere im Hinblick auf die Vitalität und Fruchtbarkeit unserer Drohnen – die zuerst unter den Milben leiden – und der Wirtschaftlichkeit unserer Imkerei können wir keine Kompromisse eingehen. Darüber hinaus betrachte ich die Bienen als mir anvertraute Lebewesen, die meiner bedingungslosen Fürsorge unterliegen. Dem kann ich mit einem Verfahren, welches ich nicht perfekt beherrsche, nicht entsprechen. Letztlich muss die Entscheidung ob Chemie oder nicht, jeder Imker selbst treffen. Ich wünsche Ihnen von ganzen Herzen, dass Sie von dieser Geißel unserer Bienen verschont geblieben sind.

Das Nahrungsergänzungsmittel ViTAL BIENE scheint auf dem deutschen Markt nicht mehr vertrieben zu werden. Wir hätten es gerne weiter verwendet. Die alte Im-kerregel: „Nur starke Völker einwintern“ dürfte darauf wohl die beste Antwort sein.

Intensivierung unserer Belegstellenarbeit
Wie in so vielen menschlichen Lebensbereichen gilt auch hier:! Das einzig Beständige ist der Wandel“
Auch wenn die Vitalität, die Fruchtbarkeit und die Win-terhärte unserer Biene maßgeblichen Anteil an dem jetzigen Zustand der Völker haben dürfte, sind wir in die-sem Sinne hoch motiviert, die Bedingungen für die Auf-zucht unserer Königinnen weiter zu optimieren.

Die kontinuierliche Bereitstellung ausreichend vitaler und fruchtbarer Drohnen stellt dabei die eigentliche Herausforderung im Belegstellenmanagement dar. Wer einmal Drohnen für die künstliche Besamung ausge-sucht hat, wird wissen wovon ich spreche. Auch wenn wir das natürliche Verhältnis 1 Kö : 500 Drohnen auf der Belegstelle nie erreichen werden, streben wir ein Verhältnis von ca. 1 : 300 an. Dieses Jahr werden wir als Vatervölker ca. 30 Töchter der Linie B792(PN) im Friedrichskoog aufstellen. Ich habe sie exklusiv von Horst Preissl bekommen. Nach seiner Aussage sind sie noch sanftmütiger als die Nachkommenschaft der dies-jährigen Töchter von B 252.

Um die Drohnen nicht der Stechlust und einem Liebes- und Nahrungsentzug älterer Semester auszusetzen verzichten wir auf der Belegstelle auf das Absperrgitter. In Schlechtwetterperioden können sie sich dann in den Honigraum zurückziehen und sich der besonderen Für-sorge ihrer jüngeren Schwestern erfreuen, die den männ-lichen Wesen in den besten Jahren offensichtlich mehr Hochachtung zollen. Vermehrte Fürsorge genießen die Drohnen auch in weisellosen Völkern, aus diesem Grund werden wir alle durchschnittlichen Königinnen zum 25. Mai abdrücken. Anfang Juli werden wir dann unsere Belegstelle auflösen. Die späten Königinnen haben uns nie so überzeugt wie die auf dem Höhepunkt der Volksentwicklung produzierten – vielleicht liegt es ja auch daran, dass die Drohnen dann den Zenit ihrer Manneskraft verloren haben.

Linien
In diesem Jahr werden wir auch von Linien von Franz Mürwald und Günter Behrens nachziehen. Sie waren „bestechend“ sanftmütig und in ihrer Honigleistung hervorragend. Die detaillierte Abstammung entnehmen Sie bitte der Website von Herrn von Dyck oder auch unter „Linien“ unserer Homepage www.buckfast-zucht.de. Die zum Verkauf bestimmten Königinnen werden von der Linie B51(BZF) nachgezogen. Die zur Anpaarung herangezogenen Linien sind nicht mit einander verwandt, so dass gefürchtete Inzuchtdepressionen ausgeschlossen werden können. Wir sind uns sicher, auch für 2008 eine optimale Anpaarung gewählt zu haben und werden sowohl bei der Honigleistung als auch hinsicht-lich der Schwarmträgheit wieder Maßstäbe setzen können.
Erstmalig werden wir in diesem Jahr konsequent auf die Erstellung von Sammelpflegern verzichten. Die im letzten Jahr gemachten Erfahrungen mit der Zucht im brutfreien Honigraum waren beeindruckend. Dazu werden die Honigräume auf den Unterboden gestellt, die Bienen von 5 Rähmchen aus dem Brutraum dazu gefegt und sofort mit Larven versehen. Der eigentliche Brutraum wird in angemessener Entfernung abgestellt und muss, weil ihm die Flugbienen fehlen, gefüttert werden! Die Annahme der Larven und vor allen Dingen die homogene Qualität der Königinnen ist bestechend. Nach der Verdeckelung der Königinnenzellen werden diese in den Brutschrank gestellt und Brut- und Honigraum wieder vereinigt.

In diesem Jahr werden wir alle Königinnen mit floures-zierenden Plättchen zeichnen. Alles andere hat sich nicht dauerhaft bewährt und ist unprofessionell.
Mit fertigem Zuckerteig werden wir unsere Begattungs-kästen nicht mehr versehen. Eine Mischung aus Wasser, Puderzucker, Honig, Hefe und Vitamin C dürfte den Ansprüchen unserer Königinnen besser genügen. Vor allen Dingen kann dieser Teig durch die Hefe niemals austrocknen und die Bienen verhungern lassen.

Derzeit versuche ich auf der Grundlage meiner Meister-arbeit unsere Imkerei detailliert zu beschreiben. Es soll kein trockenes Lehrbuch werden, sondern darüber hin-aus zum Schmunzeln und Nachdenken anregen. Ende des Jahres soll es fertig sein – auf alle Fälle rechtzeitig zu Weihnachten. Eigentlich ist mir selbst auferlegter Druck verhasst, aber indem ich es hier zum ersten Male ankün-dige hat es nun unter diesem Diktat zügig weiterzugehen

Nun hoffe ich gemeinsam mit Ihnen noch auf ein wenig Winterwetter und darauf, dass uns unsere anvertrauten Schützlinge möglichst viel von dem, was wir ihnen ge-geben haben, auch zurückgeben.

Preise / Bestellungen
Zum guten Schluß noch zwei Mitteilungen in eigener Sache: Wir haben beschlossen, die Preise unserer Köni-ginnen auf dem gleichen Niveau wie in den letzten Jah-ren zu halten und auf eine Preisanpassung zu verzichten – gleichzeitig werden wir alles daran setzen, die Qualität unserer Tiere wie oben beschrieben weiter zu verbes-sern.

Ich würde mich freuen, wenn Sie sich auch in diesem Jahr wieder für Königinnen aus unserer Zucht entschei-den. Damit wir besser planen und auf Ihre Wünsche re-agieren können, würde ich Sie bitten, möglichst frühzei-tig zu bestellen. Wir gehen davon aus, dass wir wieder ab dem 10 Juni die ersten Königinnen verschicken werden.

Viel Spaß mit Ihrer Imkerei, „wenig Stich und fette Beute“ verbunden mit herzlichen Grüßen von der Nordsee.
Ihr


Peter Stöfen




27.03.2008
Unsere Linien für 2008
Liebe Imkerkollegen,

zumindest bei uns ist der Frühling jetzt schon eingekehrt und ich hoffe, dass dieses ungewöhnliche warme Wetter unsere "Kleinen" nicht völlig durcheinnaderbringt.

Dank unserer konsequenten Varroa-Behandlung und dem Einweiseln junger Königinnen sind auch in diesem Jahr zu meiner Freude keine Verluste zu beklagen. Vielleicht ist es ja aber auch die Robustheit unserer Buckfastbienen, die dazu führte, dass wir von dem Völkersterben, das schon weite Landstriche fast bienenfrei gemacht hat, verschont blieben.

Und wenn alles so klappt, wie wir uns das vorstellen, werden wir Anfang Mai über genügend Drohnenvölker für die Belegstelle und über genügend "Bienenfleisch" für die Königinnenzucht verfügen.

In der Saison 2008 wollen wir unsere Belegstelle noch etwas üppiger ausstatten. Wir werden dazu ca. 30 Töchtervölker der Linie B792(PN) aus dem Jahr 2005 aufstellen. Ich habe sie exklusiv von Horst Preissl bekommen. Nach seiner Aussage sind sie deutlich sanftmütiger als die Nachkommenschaft der diesjährigen Tö von B 252.

Erstmalig wird in 2008 auch von Linien Franz Mürwald und Günter Behrens nachgezogen, die in ihrer Honigleistung hervorragend waren.

Ich wünsche Ihnen noch ein wenig Ruhe und eine gute Auswinterung.

Ihr Peter Stöfen



09.02.2008
NEU: Vollvölker auch zu Anfang der Saison
Erstmalig können wir in diesem Jahr, vorausgesetzt der Rest der Überwinterung verläuft genauso gut wie der Beginn, auch eine begrenzte Anzahl an Vollvölkern zu Beginn der Saison anbieten.
Konditionen und Beschreibung finden Sie im Shop.



12.02.2007 JS
Unsere Linien für das Jahr 2007:
Unaufhaltsam, und das obwohl der Winter nun auch bei uns eingekehrt ist, werden die Tage wieder länger. Und zum Glück sind jetzt auch bei uns im Norden halbwegs winterliche Temperaturen eingekehrt. Es wäre für die Bienen nicht förderlich gewesen, wenn das Wetter weiterhin so mild und frühlingshaft geblieben wäre. Jetzt sitzen sie endlich in der normalen Wintertraube, sodass ich alle meine Völker inspizieren konnte. Dank konsequenter Varroa-Behandlung und dem Einweiseln junger Königinnen sind zu meiner Freude keine Verluste zu beklagen. Falls uns das Wetter keinen Strich durch die Rechnung macht, werden wir daher Anfang Mai über genügend Drohnenvölker für die Belegstelle und über genügend "Bienenfleisch" für die Königinnenzucht verfügen. In der Saison 2007 werden die besten 20 Töchter der Linie:
B252(PN)=03-B467(PN) hbpnB107(PN):02-B107(PN)hbpn383(PN)
auf unserer Belegstelle aufgestellt. Je nach Auswinterung und Honigleistung im Raps werden wir von der Nachkommenschaft der Linie 501 (PN) und erstmalig vielleicht auch von anderen deutschen renommierten Buckfastzüchtern nachziehen.

Anfang März findet die Tagung europäischer Buckfastzüchter statt. Darüber werde ich Ihnen dann in einem Monat berichten.

Ich wünsche Ihnen noch ein wenig Ruhe und Muße vor dem "Sturm" und eine gute Auswinterung.

Halten Sie es notfalls mit Theodor Storm:
Vom Unglück erst
Zieh ab die Schuld.
Was übrig ist
trag in Geduld

Ihr Peter Stöfen



11.02.2007 Dr. Peter Stöfen, Imkermeister
Imkermeister!

Ende April hat unser Dr. Peter Stöfen in Veitshöchheim bei Frau Dr. Schaper und bei Herrn. Dr. Berg die Prüfung als Imkermeister erfolgreich abgelegt. Damit wird auch nach außen dokumentiert, dass die erfolgreiche Zuchtarbeit und der Betrieb der Imkerei auf einem soliden Fundament steht. Zusätzlich zu dem Spaß, dem hohen persönlichen Einsatz und dem "glücklichen Händchen" bei der Arbeit mit unseren lieben Buckfast- Bienen kommt jetzt auch noch das umfangreiche theoretische Wissen zum Tragen, das mit der Meisterprüfung erworben wurde.


Das Team der Zuchtgemeinschaft Friedrichskoog gratuliert von ganzem Herzen!



11.09.2006 Jens Steinfeld
Endlich gutes Wetter!
Nachdem uns der kalte Mai einen Strich durch eine gute Rapsernte gemacht hat, haben die warmen Sonnentage jetzt endlich auch mit unserer Königinnenzucht ein Einsehen. Und soweit ich es jetzt schon beurteilen kann: Es sind auch dieses Jahr wieder tolle Königinnen und die ersten konnten wir bereits versenden.
Unsere frühen Ableger entwickeln sich prächtig und werden eine enorme Volksstärke aufbauen. Möge es unseren Kunden mit ihren Königinnen genauso gehen.
Es hat sich gezeigt, dass unsere Buckfastbienen ideal auch an extreme Witterungsverhältnisse angepasst sind, wie sie überall einmal auftreten können. Dieses Jahr leider sowohl in Süd- wie auch in Norddeutschland gehäuft.

Ihr Peter Stöfen



19.06.2006
Königinnenproduktion vielversprechend angelaufen
Trotz geringfügiger Verzögerungen aufgrund des langen Winters ist die Produktion unserer Königinnen jetzt gut im Plan. Da wir im Winter keine Verluste unter unseren Völkern hatten, kümmern sich jetzt starke Pfleger um die Larven unserer künftigen Königinnen. Und so wie es derzeit ausschaut, werden die Larven sehr gut angenommen.

Auch scheint sich herumzusprechen, dass wir ausschließlich mit hochwertigen Königinnen aus unserer eigenen Zucht handeln und nicht etwa Königinnen aus Italien hinzukaufen. So steigt der Anteil an Bestellungen aus dem europäischen Ausland erfreulich an.

Für kurzfristig Interessierte: Wir können im Juni noch eine begrenzte Zahl an Königinnen liefern. Anruf genügt.

Ihr Peter Stöfen



18.05.2006
Weihnachtsbrief
Liebe Freunde und Kunden unserer Belegstelle und Zuchtgemeinschaft!

Nun lassen die vorweihnachtliche Hektik und der Druck im Beruf langsam nach und auf diesem Wege möchten meine Frau und ich uns für das entgegengebrachte Vertrauen bedanken und hoffen, dass wir Ihren Wünschen weitgehend entsprechen konnten.

Ein turbulentes und arbeitsreiches Jahr geht zu Ende. Ohne jegliche Hilfe habe ich die Zucht aufgebaut und bin bei aller Freude über das Erreichte, auch an meine Grenzen gestoßen. In diesem Sinne bitten wir um Verständnis, wenn es bei der Abwicklung teilweise noch Probleme gegeben hat. Wir haben viel Neuland betreten und mussten im Laufe des Sommers erst entsprechende Erfahrungen machen, die wir im nächsten Jahr dann zu unserer aller Zufriedenheit in die Abwicklung einfließen lassen werden. Für Anregungen und Verbesserungsvorschläge sind wir jederzeit dankbar und scheuen Sie sich auch nicht uns mitzuteilen, wenn irgendetwas nicht in Ordnung war. Wir werden dann versuchen eine Lösung zu finden, welche bei der Gr öße unserer Zucht noch möglich ist. Bis auf ganz wenige Ausnahmen haben wir es mit so vielen, netten und interessanten Menschen zutun gehabt, die mit Sicherheit unsere Gutmütigkeit und Kulanz nicht ausnutzen werden. Es ist ein besonderes Anliegen meiner Frau, sich für die Höflichkeit am Telefon zu bedanken und sie wird im nächsten Jahr Ihnen wieder am Telefon zur Verfügung stehen.

Mit Sicherheit werden sich einige Dinge im neuen Jahr ändern. Ob wir unseren Onlineshop für die Königinnenbestellung aufrechterhalten werden ist noch nicht entschieden. Auf keinen Fall kann dadurch das Gespräch und der persönliche Kontakt zu Ihnen ersetzt werden. Auch werde ich mich in der neuen Saison viel intensiver um die vielen Anfragen kümmern. Wir wollen kein Großbetrieb werden und in die Massenproduktion einsteigen, sondern auf die individuellen Wünsche unserer Kunden eingehen. Obwohl ich es derzeit noch einmal wissen möchte und mich auf die Prüfung als Imkermeister in Bayern vorbereite, ist im Winter immer Zeit für einen Plausch. Das Telefonieren mit 01050 vorweg ist ja auch nicht mehr so teuer.

Wir sind bei aller Bescheidenheit von unserer Biene sehr angetan - möge es Ihnen genau so ergehen. Ob man seine Lieblinge nun gleich so innig küsst wie Horst Preissl, sei Ihrer persönlichen Neigung überlassen. (s.Abb.)

Wir wünschen Ihnen ruhige, besinnliche Tage, die Sie ohne "Bienenentzugserscheinungen" genießen mögen. Mit heimatlichen Zeilen von Theodor Storm möchten wir uns für dieses Jahr von Ihnen verabschieden und verbleiben mit ganz herzlichen Grüßen von der Nordsee



Ihre

Susanne und Peter Stöfen.



Die Stadt
Am grauen Strand, am grauen Meer
und seitab liegt die Stadt;
der Nebel drückt die Dächer schwer,
und durch die Stille braust das Meer
eintönig um die Stadt.

Es rauscht kein Wald, es schlägt im Mai
kein Vogel ohn` Unterlaß;
die Wandergans mit hartem Schrei
nur fliegt in Herbstesnacht vorbei,
am Strande weht das Gras.

Doch hängt mein ganzes Herz an dir,
du graue Stadt am Meer;
der Jugend Zauber für und für
ruht lächelnd doch auf dir, auf dir,
du graue Stadt am Meer.

St. Michaelisdonn
Weihnachten 2005



06.03.2006 Heiko Lüders
 
 
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