Fragen und Antworten
An dieser Stelle möchten wir Ihnen einige Fragen beantworten, die oft an uns gestellt werden. Die Rubrik wird kontinuierlich erweitert werden.

Sie finden hier Informationen zu:

1.Worin unterscheiden sich Wirtschaftsköniginnen, belegstellenbegattete Königinnen und selektierte Königinnen?

Die Wirtschaftsköniginnen sind standbegattet. Sie werden in der Luft von ca. 20 – 30 verschiedenen Drohnen begattet, die wir nicht kennen. Das kann durchaus auch der sprichwörtliche „Lumpi vom Nachbarn“ sein, obwohl wir in einer Buckfast –Gegend anpaaren. Wir ziehen mütterlicherseits von durchgezüchteten Buckfast-Zuchtmüttern nach, die ein jeder Hinsicht überdurchschnittliche Leistungsmerkmale aufweisen und genetisch nicht mehr aufspalten. Man spricht von F1 Königinnen, sie weisen in aller Regel noch die speziellen Buckfasteigenschaften , insbesondere Schwarmträgheit und Sanftmütigkeit auf. Die mütterliche Dominanz scheint sich durchzusetzen. Standbegattete Königinnen sind aufgrund der genetisch breiten Anpaarung häufig vitaler und bringen hohe Honigerträge.
Wir raten von einer weiteren Nachzucht ab.

Unsere Belegstellenköniginnen sind auf der Belegstelle im Friedrichskoog von Drohnen gleicher Herkunft begattet worden. Neben der mütterlichen Seite ist im Gegensatz zu standbegatteten Tieren auch die väterliche Seite bekannt. Die Nachkommenschaft dieser Königinnen spaltet nicht mehr nennenswert auf, weil die Drohnen von einer ebenfalls durchgezüchteten und selektierten Zuchtmutter abstammen. Nach erfolgreicher Begattung wird das Brutbild kontrolliert, danach werden sie verschickt. Diese Tiere sind noch nicht längere Zeit in Eiablage gewesen und produzieren dementsprechend noch keine nennenswerten Mengen an Pheromonen.

Im Gegensatz dazu werden unsere „Selektierten Königinnen“ nach der Begattung in Ableger eingeweiselt. Entscheidend ist, dass die Nachkommenschaft und das angelegte Brutbild beurteilt werden können. Das Brutbild ist die Visitenkarte einer Königin, bei den kleinsten Unregelmäßigkeiten werden diese Tiere ausgeschlossen. Gleiches gilt für übermäßige farbliche Abweichungen und aggressivem Verhalten. Weitere Merkmale können zu diesem Zeitpunkt noch nicht beurteilt werden. Diese Königinnen werden aufgrund ihrer Herkunft aus „besten Häusern“ und dieser Vorselektion in aller Regel für die Zucht benutzt.

2. Grundsätzliches zum Um- bzw. Einweiseln und der damit verbundenen Betriebsführung:

Im Sommer gelingt eine Einweiselung – auch in Bienen anderer Rassen – unter folgenden Bedingungen relativ sicher:

1. Der Abwesenheit von Drohnen
2. Ausschließlich Jungbienen - keine aggressiven Altbienen!
3. Zunächst Aufbau in kleinen Einheiten, z.B. in Miniplus, in
unterteilten Bruträumen, in Begattungskästen mit Aufsätzen,
letztere sind problematisch, weil zu klein, etc. Sie sollten ggfls.
für eine Überwinterung geeignet sein.
4. Keine Brut, auch keine geschlossene! Varroa-Behandlung!

All diese Kriterien lassen sich unproblematisch, einfach und sicher mit einem Kunstschwarm erfüllen. In jedem Schwarm steckt eine unbändige Lebenskraft, ähnlich verhält es sich hier. Eine entsprechende Menge junger Honigraumbienen (über Absperrgitter) mit der neuen Königin vereinigen und füttern. Im Herbst bzw. im März sollten dann ausreichend reife Königinnen zur Verfügung stehen, die nach nochmaliger Selektion in die Wirtschaftsvölker zur Auswechselung der alten Königin eingebracht werden.

Oder Sie arbeiten nach der Honigernte mit Ablegern. Dann können sie aber in aller Regel keine Königinnen mehr von uns beziehen - Schade!

Fast alle Buckfastimker verzichten bis zum letzten Abschleudern auf jegliche Ablegerbildung und auf jegliches Schröpfen, allein um das Ertragspotential der Völker auszuschöpfen. Zucht und Vermehrung laufen komplett separat und parallel dazu. Nach vielen Jahren hat das Imkern mit einem angepassten Brutraum in Verbindung mit einem Schied auch Norddeutschland erreicht. Für uns ist es inzwischen auch der Schlüssel zum Erfolg geworden. Unter anderen hat Imkermeister Hans Beer aus Bayern dieses Verfahren entwickelt und optimiert. Wir können allen interessierten Imkern die Lektüre seines Buches: „Imkern mit angepasstem Brutraum“ nur ans Herz legen. (www.angepasster-Brutraum.de). Buckfastkollege Rainer Schwarz hat inhaltlich vereinfacht die Zusammenhänge ebenfalls in seinem Büchlein: „Imkern mit DADANT“ beschrieben(www.dadant.org.) Beide Beschreibungen ergänzen sich hervorragend.


3. Warum können wir nicht früher Königinnen liefern?

Von der ersten Drohneneiablage der Königin bis zum geschlechtsreifen Drohn vergehen 40 Tage. Das ist ein elementares biologisches Gesetz! Bei uns an der Küste werden erst ab Anfang April in ausreichender Menge Drohneneier gelegt. Dementsprechend können wir je nach Witterungsverlauf nicht vor Mitte Mai die Begattungseinheiten auf unsere Belegstelle bringen. Erst zu diesem Zeitpunkt verfügen wir über ausreichend geschlechtsreife Drohnen. Nach weiteren 14 Tagen wird die Königin auf Eiablage kontrolliert, etwas Reservezeit und die Einbeziehung dazwischen liegender Wochenenden brauchen wir zwingend. Und damit sind wir im Juni.

4. Versandtermin / Liefertermin
Bitte beachten Sie, dass wir die Postlaufzeiten nicht kontrollieren können. Vor allem beim Versand ins Ausland kann es gelegentlich zu langen Laufzeiten (10 Tage und mehr) kommen, für die wir nicht verantwortlich sind. Das Gros der Sendungen kommt allerdings in Deutschland innerhalb von 1-2 Tagen an und auch in den Nachbarstaaten haben wir in der Regel ähnliche Laufzeiten.
Wir verschicken generell Montags, damit wir sicherstellen, dass die Königinnen in jedem Fall vor dem nächsten Wochenende zugestellt worden sind. Das klappte in der Vergangenheit ziemlich gut.



 
 
  Imkerei Dr. Peter Stöfen
Buckfast-Zuchtgemeinschaft Friedrichskoog,
Am Rathaus 18, 25693 St. Michaelisdonn

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