Unsere Belegstelle
Die Halbinsel Friedrichskoog (Foto) ist auf drei Seiten von Wasser umgeben. Im Norden die Dithmarscher Bucht, im Westen die Nordsee und im Süden die Elbe. Die Durchschnittswindgeschwindigkeit beträgt ca. 6,8 m/s und ist damit mit am höchsten in Deutschland. Die Winde kommen zu 90 % aus westlichen Richtungen. Da Drohnen nicht in der Lage sind, längere Distanzen gegen den Wind zu fliegen, entfällt somit der Zuflug an Fremddrohnen aus dem Landesinneren.





Auf einem großflächigen, windgeschützten Areal von ca. 2 ha Größe ist eine lockere Aufstellung der Begattungskästen möglich. In unmittelbarer Nähe wird Winterraps angebaut, sodaß die Drohnenvölker in einem Übermaß mit Pollen und Nektar versorgt sind. In den letzten beiden Jahren haben und Pfeifenten (Anas penelope) und Ringelgänse (Branta berniclas) eine unerwartete Tracht beschert, indem sie Ende März weite Teile der gerade ausschießenden Rapsflächen über Nacht dem Edboden gleich gemacht haben. Wahrscheinlich weil sie im Nationalpark keine ausreichenden Äsungsmöglichkeiten mehr haben. Der Raps blüht dadurch faktisch zweimal bis weit in den Juni hinein. Das Belegstellenmanagement ist für uns in solchen Jahren ungleich einfacher geworden. Meine befreundeten Landwirte sehen diese Trachtverbesserung naturgemäß völlig anders. Nach der Rapsblüte wird grundsätzlich mit Futterteig gefüttert, um etwaige Trachtlücken und Schlechtwetterperioden zu überbrücken. Wir gehen jedoch davon aus, dass die Versorgung mit Nektar und Pollen im Sommer durch einen in unmittelbarer Nähe liegenden Wildacker, hauptsächlich jedoch durch die außendeichs liegenden großflächigen Blühflächen im Nationalpark gewährleistet ist. Damit ist eine optimale Kondition unserer 18 bis 22 Drohnenvölker während der gesamten Begattungsperiode gewährleistet. In Jahren mit Verbißschäden stehen bis zu 60 Drohnenvölker im Friedrichskoog. Wir können diesen hohen "Drohnendruck aufbauen, ohne das wir einen wirtschaftlichen Nachteil erleiden. Eine überdurchschnittliche und sichere Raphonigernte ist dann immer zu erwarten.

In einem landeinwärts gerichteten Radius von 12,5 km besteht ein gesetzlicher Belegstellenschutz. Zusätzlich haben wir die Völker aller Imker im Radius ab 12,5 km bis ca. 16 km mit Königinnen unserer Zucht umgeweiselt.

Durch diese Maßnahmen ist eine sichere Belegstelle entstanden, mit der wir langfristig zum Erhalt der Buckfast-Biene beitragen können.

Weitere Angaben zu unserer Belegstelle entnehmen Sie bitte unserem Belegstellenbericht, den wir teilweise in Zeitschriften veröffentlichen oder ab dem jeweiligen Herbst in unsere Website (siehe in "News") stellen.

Zuchtprogramm 2010
Dieses Jahr arbeiten wir auf unserer Belegstelle Friedrichskoog mit folgender, bewährter, Linie:

Drohnen:
Töchter von (Schwesterngruppe) Belegstelle Friedrichskoog
B64(BZF) = .06-A506(PN)hbpnMG244(PN):
.03-A501(PN)hbpnB483(PN) ..etc.
Mutterlinie:
Diese Königin schenkte wurde mir von Horst Preissl im August 2009 geschenkt. Ich durfte sie mir unter 30 Schwestern unter seiner Anleitung aussuchen.
B86(BZF) = .07-B72(TR)hbpnMG081(PN)
.04-B48(TR)mrkB189(TR) ...etc.


 
 
  Buckfast-Zuchtgemeinschaft Friedrichskoog, Am Rathaus 18, 25693 St. Michaelisdonn
Telefon: +49-(0)4853 88 08 88, Telefax: +49-(0)4853 88 08 37
E-Mail: info@buckfast-zucht.de, Internet: www.buckfast-zucht.de